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Runner #8: Dieses Mal hat der Lauf seinen Namen verdient…

Nach dem Ring ist vor dem Ring. Aber dieses Mal war es echt hart. Wie bereits im Vorfeld berichtet, plage ich mich mit muskulären Problemen rum (dazu später mehr) und das Wetter am Freitag war auch alles andere als läuferfreundlich (schwüle 33°C). Über Nacht zog jedoch ein bereits angekündigtes Tiefdruck-Gebiet über die Eifel und ließ in der Ring-Expo die Pavillons fliegen(!). Das Gute daran war, dass durch den Wetterumschwung am Start optimale 13°C herrschten und sich der Ring (wie eigentlich immer 😛 ) regnerisch präsentierte. Pünktlich (wie immer) machten sich die rund 1000 Läuferinnen und Läufer auf die 24,4 km mit seinen rund 600 Höhenmetern. Mein Plan war dieses Mal unter 2:10 h zu bleiben was aber angesichts des Gesundheitszustands und des Wetters schon im Vorfeld als unrealistisch erschien. Trotzdem war ich bis km 11 voll im Plan und auch der massiven Wind in der Fuchsröhre schadete nicht. In neuer ‚persönlicher Bestzeit‘ (hust, hust – es ging bergab – hust, hust) erreichte ich ‚Breidscheid‘ und stimmte mich auf den obligatorische 5 km Anstieg zur ‚Hohen Acht‘ mit ein paar Müsliriegeln und Bananen ein.

Am Bergwerk kurz für Niki Lauda innegehalten ging es dieses Mal erstaunlich gut die langgezogenen, ansteigenden Abschnitte hoch. Bei km 13 kam das ganze doch zu einem ungewollten Halt: Der Notarztwagen kam den Berg hochgefahren um einen Läufer oder Helfer in Höhe des Verpflegungsstands zu versorgen (hoffen wir mal, das es nichts Schlimmes war).

Auch der letzte Anstieg ging irgendwie noch gut. Also: Wieder ‚essen fassen‘ und weiter. Doch jetzt begann meine kleine Tortur. Bergab nach Breidscheid hatte ich mir links auf dem Fussballen ein Blase gelaufen und mein Hintern tat mir wieder weh. Keine guten Voraussetzungen für die restlichen rund 8,5 km.

Die Blase hinderte mich daran schnell Bergab zu laufen und der Hintern behinderte mich daran überhaupt zu laufen. Was für ein Mist! Irgendwie passte es dann, dass es bei km 18 noch einen Regenschauer gab. Das wir wie in einem Hollywood-Streifen bei dem der Haupt-Protagonist am Tiefpunkt angekommen war.

Deutlich über Plan kam ich aber dann trotzdem noch glücklich ins Ziel: Glücklich deshalb, weil ich es trotz Handicaps geschafft hatte, nicht im Notarztwagen mitfahren musste und meine Zeit trotz allem noch OK war. Ausserdem schmeckt der Asphalt am Nürburgring einfach am Besten 🙂

Richtig blöd wurde es aber für die angereisten Radfahrer. Am Samstagnachmittag zog ein Regengebiet durch die Eifel, so dass das 24h-Radrennen statt um 13:00 Uhr erst um 20:00 Uhr gestartet werden konnte und die 25, 75 und 150 km komplett abgesagt wurden!

Kurz noch zur Auflösung meiner Schmerzen am Hintern: Beim Stuttgart-Lauf bin ich auf den ersten Kilometern links umgeknickt. Das sorgte dafür, dass mein rechtes Iliosakralgelenk (ISG) und die damit verbundenen Gesäßmuskeln in Mitleidenschaft gezogen worden. Seitdem verbringe ich viel Zeit beim Physio und auf der Blackroll. Die Schmerzen im ISG sind abgeklungen und auch die Muskelverhärtung ist auf dem Weg der Besserung.

Nach dem Ring ist vor dem Ring und vor allem vor Dublin. Also Kopf hoch – weiter nach vorne blicken und immer daran denken: Mensch läuft!

…aber trotzdem: dieses Mal war es hart…

Stay tuned…

 

Einen habe ich noch: Die Organisation war wie immer vorbildlich, die Lauf- und Rad-Shirts sehr gelungen, die Stimmung an der Strecke wie immer übersichtlich, das Prei-Leistungs-Verhältnis gut aber der Biersponsor hat wieder genausert („jeder Läufer nur ein Bier, bitte hier links einordnen“ – schwach)…

About Markus (aka Runner #8)

Das Leben beginnt am Ende der Komfortzone... ...also so ab km 35 :-)

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