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Runner #8: Das geht besser – (SAP) Mannheim (Marathon)

Mann, Mann, Mannheim… Das geht irgendwie besser. Wenngleich ich sagen muss, dass ich mit meiner persönlichen Leistung zufrieden bin. So kurz vor dem Start habe ich mich aber schon nach meiner Couch gesehnt… Lag wohl an der Uhrzeit. Samstagabend 19:00 Uhr – Hey da schaut man Sportschau und geht nicht laufen… Aber was soll es. Es war mal wieder Zeit für einen neuen Halbmarathon in einer anderen Stadt und so haben sich Dietmar (Runner #5), meine Schwester und ich der Strecke in Mannheim ‚gestellt‘.

Der SAP Marathon im ‚Review‘

Orga:

Anreise per Straßenbahn klappte dank Dietmars Ortskenntnisse und trotz Bahnstreik reibungslos. Der Parkplatz an der Uni-Klinik war schnell erreicht und bot reichlich Platz. Das Kongress-Zentrum am Rosengarten war schnell erreicht und auch die Startnummer- und T-Shirt-Ausgabe (einwirklich sehr schönes Shirt in toller Qualität) liefen reibungslos. Auffallend war die ‚überschaubare‘ Messe. Da hätte ich mehr erwartet. Also noch kurz ein paar Maultaschen vom Sponsor probiert, noch etwas entspannt und dann noch das Gepäck im Basement abgegeben. Da musste ich mir anhören, das schon wieder einer mit so ’ner großen Tasche ankommt und ich solle gefälligst nächstes Mal den Beutel nehmen – Ich habe ihn ausgelacht! Klar, soll ich am Veranstaltungstag anreisen Unterlagen holen, mich umziehen dann zurück zum Auto, umpacken um dann den Beutel abzugeben? OK – das nächste Mal nehme ich ne kleinere Tasche, aber das kann kein Showstopper sein – höchstens ein Argument für schlechte Raumnutzung im Kongresszentrum. Also, raus und noch ein paar hundert Meter bis zu den Startblöcken die akribisch eingehalten werden sollten, um nachher keinerlei Rolle zu spielen und aufgrund des chaotischen Startprozederes für Stau auf den ersten paar Hundert Metern zu sorgen… (Dietmar / Runner #5) berichtete. Was in Bonn zu lange dauert, läuft hier viel zu chaotisch obwohl viel mehr Platz als in Bonn vorhanden ist (bei ähnlicher Anzahl der Teilnehmer).

Auch die Versorgung auf der Strecke war auf den ersten 13 km unterirdisch und den Ausführungen von Dietmar ist nichts hinzuzufügen.

Stimmung an der Strecke:

In der Innenstadt und durch die Dörfer und Wohngebiete war die Stimmung erwartungsgemäß gut, jedoch hatte man auch einen langen Abschnitt durch die Schrebergärten und entlang der Autobahn, wo eher weniger – um nicht zu sagen nichts – los war. Selbst am Nürburgring stehen vergleichsweise mehr Leute  – LOL.

Mein Lauf:

Los ging es also pünktlich um 19:00 Uhr zuerst rund um den Rosengarten und raus aus der Stadt an der Autobahn entlang, an der Schrebergärten vorbei in Richtung SAP-Arena und Maimarkt. Komischerweise hat sich das Feld nicht gestreckt oder sortiert, so dass es auf den ersten 5 km teilweise auf der Strecke sehr eng wurde. Nach km 3 sehnte ich mich schon nach einem alkoholfreien Weizenbier – aber es wurde mich nicht gereicht. Nach km 5 begann meine Zunge auf dem Asphalt zu schleifen, aber auch dass hat keinen interessiert und erst bei km 7 gab es kühles nass an einem völlig unzureichend organisierten Wasserstand.

Ich hatte mir für die erste Streckenhälfte eine Pace von 05:30 min./Km vorgenommen und lief mit 5:22 etwas schneller an. Trotz der schlechten Versorgung bis Mitte der Strecke konnte ich das Tempo halten. Eine ‚Tempoverschärfung‘ auf der zweiten Hälfte (geplant waren 5:15) konnte ich nur zeitweise erreichen. Bis km 13 lief ich noch mit meiner Schwester. Leider musste sie abreissen lassen und ich brauchte eine neue Pace-Makerin welche ich bei km 14 auch gefunden hatte. Ich blieb an ihr dran und wir liefen zusammen bis km 17 – nach dem ‚Wasser fassen‘ konnte ich plötzlich nicht mehr richtig anlaufen und mir wurde schwarz vor Augen. Ich habe dann ein paar getrocknete Ananasstückchen eingeworfen und es ging plötzlich wieder (auch in der bisherigen Pace). Komisch…

Die letzen beiden Kilometer ging es noch mal durch die Innenstadt und langsam wollten meine Waden nicht mehr… Gott sei Dank war das Ziel in Sicht und ich kam in sehr zufriedenstellenden 1:55:17 h dort an.

Fazit:

Mit meiner Leistung bin ich – nochmal gesagt – mehr als zufrieden. Der Lauf selber war echt hart. Das lag sicherlich an einer Reihe von Faktoren: Startuhrzeit, Stressfaktor des Läufers, Lufttemperatur zum Startzeitpunkt und vor allem am Ärger über die unzureichende Wasserversorgung auf den ersten Kilometern. Das tolle T-Shirt und die schöne Finisher-Medallie lassen etwas über die vergleichsweise hohen Startgebühren hinwegsehen. Aber ganz ehrlich Mannheim, das geht besser – geht mal auf die Dörfer (z.B. nach Mudau zum Odenwälder-Herbstlauf) oder nach Heilbronn zum Trollinger-Marathon, da gibt es für kleineres Geld (klar sind ja auch keine Großstädte mit Elite-Starterfeld – aber trotzdem) eine deutlich bessere Organisation…

Noch eine Anekdote am Rande:

Meine ‚Laufpartnerin‘ ab km 14 habe ich im Ziel noch einmal getroffen und meine Schwester fand heraus, dass die beiden sich vom Honolulu Marathon 2003 her kennen (selbe Reisegruppe). Kasachen gibt’s… Die Läuferwelt ist doch klein.

Next: Stuttgart-Lauf Ende Juni

Stay tuned…

Review

Organisation
Start
Strecke
Stimmung
Preis-Leistung

Geht so...

...das gibt es besser für weniger Geld.

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About Markus (aka Runner #8)

Das Leben beginnt am Ende der Komfortzone... ...also so ab km 35 :-)

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