Runner #8 KW37: Soll ich lachen oder weinen… / Nachlese zum ebm-papst Marathon…

Update Operation “Pheidippides with an happy end”

Laufleistung: rund 38 km; dazu 5 Bodyweight-Workouts

Motivation: Gut

Respekt vor der Aufgabe: Immens aber ich packe das!

Wie ist es mir diese Woche ergangen:

Diese Woche kreiste alles um den ebm-papst Marathon in Niedernhall (im Hohenloher Land) bei dem ich zusammen mit Freunden und Kollegen im Duo-Wettbewerb teilnahm. Der Duo-Wettbewerb teilt die Marathon-Distanz in zwei Segmente auf: 27 und 15 km. Ich habe mich im Hinblick auf Frankfurt für 27 km entschieden. Ich wollte einfach mal sehen, ob ich die Strecke in unter 2:30 h schaffe. Die Wetterbedingungen waren super und auch die Organisation vorbildlich. Des weiteren war dir Schar der Läufer auf der Marathon-Distanz, mit welchen die Duos zusammen starteten (in Summe ca. 200 Starter), übersichtlich. Das Gute daran, der Start ging fix und nach 100 m war das Feld sortiert. Das Anfangstempo war für meine Verhältnisse flott. Ich merke allerdings bald, dass ich das Tempo mitgehen konnte und hing mich (wie fast immer) an eine Gruppe Läufer dran. Die Kilometer kamen und kamen und die Rundenzeiten waren, trotz kleinerer Anstiege, sehr konstant. So nach 5 km dachte ich, ich kann das Tempo bis zum Schluss halten und wenn ich so weiterlaufe eine neue (inoffizielle) persönliche Bestzeit (PB) über die Halb-Distanz erreiche. Und damit habe ich mir den Lauf ein wenig torpediert. Plötzlich war nicht mehr das Ziel 27 km in 2:30 h wichtig, sondern die PB über die Halb-Marathon Distanz. Wie gesagt, ‚meine Gruppe‘ und ich liefen sehr konstant Kilometer um Kilometer. Bei km 21 schaute ich auf die Uhr und als die 21,2 km durch waren und die Uhr deutlich unter 1:50 h zeigte, war die Nummer für mich ‚gelaufen‘. Was danach kam, war mehr Kampf und Krampf als alles andere. Ich habe mich selbst in Probleme gebracht, weil ich alle Körner praktisch auf der HM-Distanz verbraucht hatte. Ab km 23 musste ich mehrmals Gehpausen einlegen und ab km 25 war ich von Krämpfen geplagt. Bei 26,8 km konnte ich kaum noch gehen… Aber aufgeben gilt nicht, ich wollte meine Duo-Partnerin nicht enttäuschen. Ich schleppte mich also ins Ziel und übergab mit 2:33 h den Chip.

Gott sei Dank war meine Laufpartnerin so gut aufgelegt, dass wir das zweite Ziel: den (Duo-)Marathon unter 4:00 h zu schaffen, noch locker erreichten. Die letzten 200 m konnte ich dann sogar noch mit ihr gemeinsam laufen.

Jetzt weiß ich nicht so richtig ob ich mich mehr über die 1:48:xx h auf der Halbdistanz und den (Duo-)Marathon unter 4:00 h freuen oder mich über meine 2:33 h ärgern soll und das ich mich so habe ‚gehen‘ lassen. Auf jeden Fall weiß ich jetzt: In Frankfurt mal ganz ge-chillt anlaufen und ein Tempo finden, dass ich auch jenseits der 30 km noch halten kann. Und vor allem nicht hetzen lassen!

Spannend war übrigens, dass meine Garmin-Uhr und runtastic bei der Zeit- und Distanzmessung sehr nahe beieinander lagen und die HM-Zeit nur +/- 10 Sekunden abweicht. Spricht für den guten GPS-Empfang im Kochertal (das ist ja schon ein Widerspruch in sich selbst: Tal und guter GPS-Empfang).

Übrigens: Vor lauter Aufregung habe ich mich nach dem Lauf nicht richtig gedehnt, was am späten Abend in Knieschmerzen resultierte. Da riss auch mein Eisbad nichts raus… Aber zum Glück ist rückwärts Treppen laufen einfacher als vorwärts 😉

Heute kann ich schon wieder aufrecht gehen und freue mich jetzt auf den Rest der Vorbereitung für Frankfurt!

 

Stay tuned…

 

 

 

 

About Markus (aka Runner #8)

Das Leben beginnt am Ende der Komfortzone... ...also so ab km 35 :-)

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