Ein Tag, der wieder einmal alles veränderte…

Es ist noch nicht allzu lange her, da war mein Aktivitätslevel nahe dem eines Faultiers und ich hatte einen neuen Anzug gekauft, weil die anderen zu eng wurden. Ja, ich war ein Ü-hu (über hundert Kilo) geworden. Ok – die verteilten sich auf 1,91 m aber trotzdem, ich fühlte mich schlapp und energielos. eines Tages rief ‚P. Radcliffe‘ (nicht verschwägert, nicht verwandt mit Paula Radcliffe) an und erzählte mir, dass sie an mich denken musste als sie sich vor nicht allzu langer Zeit über die Nordschleife gequält hatte und fragte mich, ob das nicht auch mal wieder für mich wäre? „Laufen oder Nürburgring“, fragte ich (…und dachte eher an das Rockfestival). „Beides, laufen auf dem Nürburgring“ – lautete ihre Antwort. Sie meinte noch, das es ja nicht die ‚Grüne Hölle‘ (24,4 km) sein müssten aber die 10 km um die Grand Prix Strecke seien wohl machbar. Ich willigte ein und hatte von nun an ein Ziel und genügend Zeit. Der Nürburgring sollten mein läuferisches ‚Mekka‘ werden (irre – ausgerechnet ne‘ Rennstrecke).

Von dem Tag an begann ich wieder regelmäßig zu laufen. Ich begann zuerst mal mein Equipment wieder auf Vordermann zubringen. Pulsgurt, Schuhe, Klamotten… und die Grundlagen noch einmal nachlesen (man(n) wollte ja nix falsch machen) Los ging’s… Ich bin gleich mal auf 5 Kilometer gegangen und wusste noch – ‚in der Ruhe liegt die Kraft‘ also bloß nicht zu schnell. Leichter gesagt als getan… Am Anfang war ich schnell am Anschlag – erst so nach zwei Wochen merkte ich wie es – in jeder Hinsicht – leichter ging. die Pfunde, der Puls und die Pace purzelten. Nach drei Wochen überkam mich dann der sofort der Größenwahn: ‚Grüne Hölle‘ statt 10 km! Gott sei dank ging es meinen Kollegen ähnlich und schnell war klar – ich bin nicht allein und wir haben das selbe Ziel: 24,4 km laufen und ankommen…

Dank unserer technischen Affinität und dem Zusammenwachsen von Sport und Internet gepaart mit einem Schuss ‚Quantified Self‘ fiel es ehrlich gesagt leicht sich zu motivieren. Ständig verglichen wir unsere Fortschritte via runtastic (da wir räumlich getrennt arbeiten und selten zusammen trainieren konnten) und trieben das Thema ‚Vorbereitung‘ akribisch voran. Nichts sollte dem Zufall überlassen werden – alles musste stimmen: Ernährung vor während und nach (vor allem nach 😉 ) dem Wettkampf, Schuhwerk, iPhone Gadgets, Verpflegungsgurte und Kompressionskleidung… Meine Güte waren wir drauf. Doch der Erfolg gab uns recht. Wir schafften die ‚Grüne Hölle‘ und noch einen weiteren Halbmarathon im selben Jahr.

Ich kann für mich sagen, dass mich das Ziel selbst, gepaart mit gleichgesinnten Kollegen, ständig motiviert hat. Es war letztendlich eine Freude es getan zu haben. Ich bin auch der Meinung: Jeder kann laufen, jeder – man muss es allerdings richtig machen, seine Grenzen kennen und darf es nicht übertreiben. Für mich, der ich nun schon seit zwei Jahren am Laufen bin, stellt sich nun die nächste Herausforderung: Marathon! Mal schauen was das gibt. Ihr könnt meine Bemühungen hier nachlesen.

Mein Resümee: Vogel fliegt – Fisch schwimmt – Mensch… …läuft (Emil Zátopek) – es liegt in unseren Genen…

 

 

Ach ja und noch etwas: Es muss nicht immer gleich der Nürburgring sein. Wenn ihr ein Ziel braucht – sucht nach einem Volks-Lauf bei euch in der Nähe und fangt mit 5 km oder 10 km an (das Abnehmziel alleine funktioniert meiner Meinung nach nicht).

About Markus (aka Runner #8)

Das Leben beginnt am Ende der Komfortzone... ...also so ab km 35 :-)

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