Home / Laufschuhe / Test: Saucony Kinvara 7 – 2016

Test: Saucony Kinvara 7 – 2016

Gewicht:  218 Gramm (laut Hersteller)

Sprengung: 4 mm

Schuhtyp: Neutralschuh

Dämpfung: Everun

Typ: Wettkampf und Tempotraining

Preis: ca. 130€

Wie fleißige Leser des Blogs sicher wissen, bzw. auch im Test zum Brooks Neuro lesen konnten, musste ich 2016 mir ja einen neuen Wettkampfschuh suchen. Brooks hat mich ja im Stich gelassen und meinen Lieblings-Schuh den Brooks Pure Flow in der Version 5 so überarbeitet, dass ich einfach nicht mehr damit zu recht komme. Neben dem Brooks Neuro habe ich Anfang des Jahres auch mit dem Adidas Adizero Boost 3 experimentiert, der mir zwar auf 10k Wettkämpfen gut gefallen hat, allerdings hatte ich nach längeren Läufen immer etwas Probleme mit dem Fuß. Daher musste ich etwas anderes suchen. Da ich etwas mit ca. 4 mm Sprengung suchte, war die Auswahl nicht besonders groß. Ich stieß dabei auf den Kinvara 7…. So richtig begeistert war ich davon nicht, da ich mal den schon mal in der Version 3 hatte und mir damals schon nach 5km eine Blase an der Ferse gelaufen hatte. Aber vielleicht entwickelt Saucony ja in die richtige Richtung, also habe ich mir den Kinvara 7 zugelegt.

Rein optisch ein großer Unterschied zum Brooks. Die Sohle ist viel dominanter und er wirkt (für mich) eher wie ein Freizeitschuh, wobei mir das grelle Grün sehr gefallen hat, da ich zum Beginn meiner Laufkarriere damals einen Asics in Kryptonit Grün hatte… Back to the Roots :-). Aber der Schuh muss ja nicht unbedingt gut aussehen, ich muss damit gut laufen können. Also anziehen und raus gehts.

Die Everun Sohle hat mir schon auf den ersten Metern gut gefallen. Sie macht das Laufen sehr weich, gerade auf Asphalt, etwas was ich bei dem Adizero (das ist meine persönliche Einschätzung) auf langen Läufen vermisst habe. Nach dem ersten Test auf 10km, kamen Läufe mit 20 und 30km um zu testen, ob er für meinen Herbstmarathon geeignet ist. Bei allen Läufen machte er keinerlei Probleme und ich hatte auch nach langen Einheiten oder Tempoläufen keine Probleme mit den Sehnen oder Muskeln.

Das Obermaterial ist relativ dünn (wesentlich dünner als beim Brooks) und auch an der Ferse ist er wesentlich weniger gepolstert. Trotzdem hat man ein gutes Gefühl im Schuh – auf jeden Fall deutlich besser als beim Adizero.

Next Prev
Adizero/Flow/Kinvara | foto-04-12-16-13-02-55
Vergleich der Ferse | foto-04-12-16-13-02-02
Blick von oben | foto-03-12-16-10-21-02
Next Prev

Bei der nun auch im Kinvara 7 eingesetzten EVERUN Dämpfungstechnologie handelt es sich um ein neues, drei Millimeter dickes Materials direkt unter der Einlegesohle. Damit soll die dämpfende TPU-Sohlenelemente so nach wie möglich an den Fuß gebracht werden. Dazu soll die Sohle der Energierückführung dienen. Zudem sollen die Stoßkräfte auf den gesamten Fuß verteilt werden. Die Verteilung der Stoßkräfte kann ich subjektiv bestätigen, man hat immer das Gefühl, dass der Schuh die Stösse vom Asphalt gut absorbiert. Beim Thema Energierückgewinnung bin ich vorsichtiger. Während ich das bei den Boost Modellen von Adidas „spüre“, kann ich das bei dem Everun nicht unbedingt bestätigen. Was nicht bedeuten muss, dass es nicht so ist.

Durch das geringe Gewicht und die niedrige Sprengung ist er natürlich primär für schnelle Läufe und Wettkämpfe geeignet. Durch die, meiner Meinung nach, guten Dämpfung ist er aber auch im Training durchaus ein Schuh der vorne in der Reihe steht. Zudem ist er trotz seiner dicken Sohle sehr flexibel und gibt ein gutes Gefühl beim Laufen.

Inzwischen bin ich mit dem Kinvara knappe 200km gelaufen und hab ihn auch auf dem Amsterdam Marathon über die 42,2km getragen und ist inzwischen zu meinem neuen Lieblingsschuh geworden, den ich im Training mit dem Adizero 3, dem Saucony Triumph ISO2 und dem Brooks Pure Flow 4 abwechsle. Anfang 2017 werde ich ihn auch mal auf einem 10k Wettkampf tragen um zu sehen, ob ich damit

Fazit:

Der Kinvara 7 gibt leichten und mittelschweren Läufern Halt, Dämpfung und Dynamik. Der Schuh ist nicht ganz so „bequem“ wie der Brooks Pure Flow, aber wesentlich weicher als der Adizero 3. Für mich auf jeden Fall mein neuer Wettkampfschuh auf der 21,1 und 42,2km Distanz.

 

Gewicht:  218 Gramm (laut Hersteller) Sprengung: 4 mm Schuhtyp: Neutralschuh Dämpfung: Everun Typ: Wettkampf und Tempotraining Preis: ca. 130€ Wie fleißige Leser des Blogs sicher wissen, bzw. auch im Test zum Brooks Neuro lesen konnten, musste ich 2016 mir ja einen neuen Wettkampfschuh suchen. Brooks hat mich ja im Stich gelassen und meinen Lieblings-Schuh den Brooks Pure Flow in der Version 5 so überarbeitet, dass ich einfach nicht mehr damit zu recht komme. Neben dem Brooks Neuro habe ich Anfang des Jahres auch mit dem Adidas Adizero Boost 3 experimentiert, der mir zwar auf 10k Wettkämpfen gut gefallen hat, allerdings hatte ich nach längeren…

Saucony Kinvara 7

Laufgefühl - 88%
Passform - 85%
Gewicht - 90%
Grip Offroad - 70%
Grip Asphalt - 85%
Dämpfung - 85%
Flexibilität - 87%

84%

Kauftipp

Sehr guter Laufschuh für Tempotraining und Wettkämpfe

User Rating: Be the first one !

About Dietmar

Ich laufe seit 2012 und versuche das ganze mit dem nötigen Ernst, aber immer mit Spass zu betreiben.

Check Also

Test Brooks Pure Flow 4…

Alle Jahre wieder….. Auch in diesem Jahr hat Brooks ein Update meines Lieblings Schuhs dem …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zur Werkzeugleiste springen