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Test Adidas Adizero Adios Boost 3

Was für ein Name…. Adidas Adizero Adios Boost 3 🙂 – (Daher kürze ich im Folgenden mit AAAB ab). Wie ihr sicher gelesen habt, war der kurzfristige Ausflug zum Brooks Neuro ja nicht sehr erfolgreich. Da jetzt aber die Wettkampfsaison anfängt und meine Brooks Modelle in der Regel nach 600km den Geist aufgeben, brauche ich auch in 2016 wieder 2 neue Schuhe um die geplanten 1.500km Jahresleistung zu bewältigen. Nach den Erfahrungen mit dem Neuro bin ich diesmal zu altbekanntem zurückgekehrt und habe mir die neue Version des AAAB geholt (wie ihr im Test des 2er Modells gesehen habt, immerhin der Weltrekord-Schuh) – also ein echter Marathon Racer.

Hier zunächst ein paar Daten:
– Gewicht 230 Gramm
– Sprengung 9 mm
– Neutralschuh
Preis 149 Euro (UVP)

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Auch der AAAB3 greift wieder (wie inzwischen fast alle Laufschuhe von Adidas) auf die Boost-Zwischensohle zurück. Wer es noch nicht kennt – der Boost-Schaumstoff setzt sich aus vielen Polyurethan-Bällchen zusammen, die sowohl für die Dämpfung als auch für den Boost Effekt verantwortlich sind. Damit soll beim Laufen Energie gespeichert und wieder abgegeben werden, so dass man dadurch beim Laufen einen zusätzlichen Boost bekommt.

Das Obermaterial ist weiterhin aus einem offenporigem Mesh, das im Gegensatz zum Neuro für eine sehr gute Atmungsaktivität sorgt. Er ist am Mittelfuß eng geschnitten und sitzt dort richtig gut und bietet trotzdem in der Zehen-Box ausreichend Platz. Allerdings ist der AAAB der erste Schuh, den ich mir 3 Nummern größer bestelle. Normalerweise hole ich mir die Laufschuhe in 44 (ich habe Schuhgröße 42) – die Adios habe ich jeweils in 45 geholt und damit die ominöse Daumenbreite zwischen Zehe und Schuhende.

Was hat sich nun geändert? Rein optisch (bis auf die neuen Farben) erst mal recht wenig. Was als erstes auffällt ist die neue Sohle von Continental. Jetzt mag dem ein oder anderen das als nicht so wichtig erscheinen, ich muß aber sagen, die neue Sohle gefällt mir. Die alte war relativ „hart“ und einer Art „Waffeldesign“ – bedeutet, sie hatte hatte ein Profil aus lauter kleinen Waben. Die neue Sohle ist  weicher und besteht aus größeren „Platten“ – als Formel 1 Fan würde ich sagen, die haben die Super Soft aufgezogen. Das macht sich vor allem im folgenden Punkt bemerkbar die Haftung auf Asphalt ist einfach Phänomenal – man hat nie das Gefühl, dass man wegrutschen kann. Das gilt auch bei Nässe (da bin ich mit den Brooks Flow immer etwas langsamer gelaufen) und auch auf Sand läuft man mit den Schuhen absolut sicher. Abseits der Waldwege habe ich die Schuhe nicht getestet – ist auch nicht sinnvoll, da es sich ja um keine Trailschuhe handelt. Von daher ein dickes Plus für die neue Sohle – da war der Boost 2 schon gut (nachzulesen im Kurztest aus 2014) aber der Neue hat hier noch mal zugelegt!

Ansonsten ist der Adios im direkten Vergleich zum Brooks Pure Flow gefühlt ein eher „minimalistischer“ Schuh. Wo Brooks mit dicken Polsterungen vor allem an der Ferse und im Mittelfuß prahlt, kommt der Adios mit einem sehr dünnen Material daher, dass nur an den wichtigsten Stellen gepolstert ist. Beim ersten Anziehen ist das komisch und man hat irgendwie das Gefühlt, dass das beim Laufen nicht gut gehen kann. ABER beim Laufen selbst merkt man das nicht. Der Schuh ist dort, wo es wichtig ist, ausreichend gepolstert und man hat beim Laufen den gleichen Spaß wie mit den Brooks Flow. Der AAAB3 hat im Vergleich zum 2014er Modell an einigen Stellen sogar zugelegt, so ist z.B. die Zunge etwas „dicker“, was gerade bei engen Schnürungen ein kleiner Vorteil zum Vorgängermodell ist. Daneben ist die Fersenkonstruktion etwas stabiler gemacht, d.h. sie ist nicht so flexibel wie beim 2er, allerdings macht sich das beim Laufen nicht negativ bemerkbar, zusammen mit der besseren Sohle, habe ich damit beim Laufen ein wesentlich sicheres Gefühl.

Die Optik ist sicher noch etwas Verbesserungswürdig – da gibt es wie beim zweier Modell wieder die blaue Variante und die in Orange. Bei der Orange Variante ist jetzt etwas Schwarz dazu gekommen. Sieht absolut unspektakulär aus – da sind andere Marken deutlich experimentierfreudiger und bieten ausgefallenere Farbdesigns.

Bei den ersten Testläufen, bin ich mit dem Schuh sofort klar gekommen. Der erste Lauf ging zum „Einlaufen“ gleich mal auf schnelle 10km (negativer Split, jeder km schneller als der vorherige, die letzten mit 5:10 (was für mich schnell ist)). Es gab nichts, was gedrückt hat, oder sonst irgendwie Probleme gemacht hat (im Gegensatz zum Brooks Neuro). Danach hatte ich ihn auch auf längeren Läufen an, wie z.B. auf einem Longrun über 21km an und war auch da zufrieden. Er ist natürlich im Vergleich zum normalen Adidas Boost deutlich weniger gedämpft, aber es ist er halt eher ein Wettkampfschuh. Wer ihn auf längeren Distanzen auf Asphalt verwenden möchte, sollte daher schauen, ob er mit der Dämpfung klar kommt.

Letzte Woche hatte ich den den Schuh auch bei meinem 10km Wettkampf dem Hemsbacher Altstadlauf an und bin damit eine PB auf 10km gelaufen, die zum einen nicht ganz Aussagefähig ist, da ich die 10km noch nie als Wettkampfdistanz hatte, zum anderen bin ich aber auch noch weit von meiner Topform entfernt….  Beim Laufen sind mir übrigens einige Läufer aufgefallen, die ebenfalls mit dem AAAB3 gelaufen sind – ich wollte diese noch nach ihren Erfahrungen fragen, das ganze ist dann aber irgendwie unter gegangen.

Am 30. April ist der Weinheimer Altstadlauf dort werde ich sie auf jeden Fall wieder tragen und dann mal sehen, ob ich ihn in Amsterdam auch auf den 42km anziehen werde, oder doch wieder auf den Brooks Pure Flow 4 vertrauen werden. Bisher bin ich ja die langen Wettkämpfe immer mit dem Brooks Flow gelaufen und hatte noch nie Probleme, aber ich habe ja noch etwas Zeit und werde den AAAB3 mal auf ein paar Longruns jenseits der 28km testen und mich dann kurz vorher entscheiden. Aktuell kann ich mir das aber sehr gut vorstellen.

Hier noch ein paar Bilder im Vergleich zur 2014er Version…Jaaaaa… Die Schuhe sind dreckig… Aber soll ich euch etwas sagen? Ich laufe damit ;-)…

Fazit: Der Adidas Adizero Adios Boost 3 ist eine sinnvolle Weiterentwicklung eines guten Laufschuhs ohne zu große Änderungen vorzunehmen. Was allerdings gemacht wurde ist sinnvoll und macht den Schuh definitv noch besser. Und eines ist der Schuh auf jeden Fall – er ist schnell (verglichen mit den Schuhen, die ich hier zur Auswahl habe).

Was für ein Name.... Adidas Adizero Adios Boost 3 🙂 - (Daher kürze ich im Folgenden mit AAAB ab). Wie ihr sicher gelesen habt, war der kurzfristige Ausflug zum Brooks Neuro ja nicht sehr erfolgreich. Da jetzt aber die Wettkampfsaison anfängt und meine Brooks Modelle in der Regel nach 600km den Geist aufgeben, brauche ich auch in 2016 wieder 2 neue Schuhe um die geplanten 1.500km Jahresleistung zu bewältigen. Nach den Erfahrungen mit dem Neuro bin ich diesmal zu altbekanntem zurückgekehrt und habe mir die neue Version des AAAB geholt (wie ihr im Test des 2er Modells gesehen habt, immerhin…

Test Adidas Adizero Adios Boost 3

Laufgefühl
Passform
Gewicht
Grip Offroad
Grip Asphalt
Dämpfung
Flexibilität

Kauftipp

Absoluter Kauftipp. Der Marathon Racer wurde in der aktuellen Version noch mal verbessert.

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About Dietmar

Ich laufe seit 2012 und versuche das ganze mit dem nötigen Ernst, aber immer mit Spass zu betreiben.

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