Home / Laufuhren / Test: Garmin Forerunner 235

Test: Garmin Forerunner 235

Auch dieses Jahr bringt Garmin ein Update der beliebten Forerunner 620/220 Reihe auf den Markt. Und wie immer gibt es wieder zahlreiche kleinere und größere Verbesserungen. Nachdem ich schon einige Uhren verwendet habe, aber immer mit einem Brustgurt gelaufen bin, dachte ich mir, dass die 235 mal eine interessante Abwechslung sein könnte.

  • Farbiges Display (im Vergleich zu Vorgängern um 44% größer)
  • Permanente Herzfrequenzmessung
  • Messung der Schrittfrequenz
  • Akkulaufzeit 11 Stunden mit eingeschaltetem GPS und Pulsmessung – bis neun Tage im Uhrenmodus
  • 41,3 Gramm Gewicht
  • Standarddaten wie Zeit, Runden, Geschwindigkeit und Distanz auch ohne GPS (über Beschleunigungssensor)
  • Die Datenfelder sind vorkonfigurierbar – ich habe mir aus Connect IQ ein Display mit 12 Daten geholt. Manuell kann man bis zu 4 Datenfelder konfigurieren
  • VO2Max Schätzung
  • Trainingsnutzen, sowie Erholungsratgeber
  • Eingebauter Activity-Tracker (inkl. Schlafphasen, Ruhepuls, etc.)
  • Connect IQ Support
  • Smartphone Benachrichtigungen
  • Musik-Player des Smartphone steuerbar
  • Wasserdicht bis 50 Meter
  • GPS + GLONASS

2016-01-07 19.19.08

Anhand der gemessenen Herzfrequenz werden die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit VO2max sowie individuelle Erholungszeiten und theoretische Wettkampfbestzeiten für verschiedene Distanzen berechnet.

Die Messung der Herzfrequenz erfolgt über drei grüne LEDs, die die Blutbahnen beleuchten. Mit diesen Daten und komplexen Algorithmen wird aus den Änderungen des Blutstroms die tatsächliche Herzfrequenz abgeleitet.

Zudem überwacht die Uhr meinen Puls 24 Stunden – auch beim Schlafen.

Ein richtig geniales Feature, wie ich finde, ist die Herzfrequenzmessung über den gesamten Tag. Die FR235 zeichnet über den kompletten Tag, deine Herzfrequenz auf und stellt diese in einem Graphen dar.2016-01-07 19.18.39

Das Activity-Tracking, welches Ihr mit Sicherheit von anderen Uhren kennt (Schrittzähler, Inaktivitätsalarm) wird dadurch erweitert. Seither weiß ich, wie meine Herzfrequenz während der Schlafenszeit, während Saunagängen, in Stresssituationen im Job usw. aussieht.

Der integrierten Beschleunigungssensor der FR235 soll laut Garmin ermöglichen, die Distanz auch bei Einheiten ohne GPS, z.B. auf dem Laufband, aufzuzeichnen – das konnte ich bisher nicht testen.

Herzfrequenz:

Im Test habe ich die F235 gegen den Garmin Brustgurt mit meiner Fenix 3 laufen lassen. Im wesentlichen kann ich die Ergebnisse anderer Tests bestätigen. Die durchschnittliche HFQ, sowie die Maximale HFQ war nach dem Lauf bei beiden gleich. Legt man die Kurven übereinander, sieht man minimale Abweichungen bei der Fenix 235 im Vergleich zum Brustgurt, d.h. es dauert 1-5 Sekunden Länger bis die höhere oder niedrigere Frequenz angezeigt wird. Für mich ist das vollkommen uninteressant, da man da in der Regel von 1 bis maximal 5 Schlägen ausgeht und wenn das etwas verzögert dargestellt wird, ist das für mich kein Problem. Zudem wird das ggf. durch folgende Updates behoben.

Was ich viel besser finde ist, dass man keinen Brustgurt anlegen muß. D.h. kein scheuern oder sonstiges beim Laufen und mit den 44 Gramm und dem sehr weichen Armband merkt man die F235 überhaupt nicht am Arm. Wobei ich mit der Fenix 3 und der Polar V800 natürlich meist schwerere Uhren verwendet habe.

Next Prev
Slide 1 |2016-01-03 11.21.42
Slide 2 | 2016-01-16 13.41.19 
Slide 3 | 2016-01-16 13.41.29
Next Prev

Alltagstauglichkeit:

Nachdem ich nun schon einige Läufe mit der FR235 durchgeführt habe, bin ich immer noch begeistert. Die Uhr fällt am Arm kaum auf, ist leicht und man kann einfach loslaufen. Die Akkulaufzeit hat sich bei mir bei ca. 7 Tagen eingependelt. Dabei bekomme ich ca. 20 Notifications pro Tag (Breaking News von n.TV oder WhatsApp Nachrichten), schaue öfters mal nach meiner Pulsfrequenz und trainiere ca. 3 mal die Woche mit eingeschaltetem GPS. In Summe also durchaus akzeptabel.

Worauf man beim laufen achten sollte ist, dass die Uhr eng am Handgelenk befestigt ist. Wer seine Uhr gerne sehr locker am Handgelenk trägt, wird Probleme mit der Herzfrequenzmessung bekommen – um sauber Resultate zu bekommen, sollte die Uhr beim Laufen nicht hin und her wackeln. Durch das sehr angenehme Armband und die guten Einstellmöglichkeiten ist das auch kein Problem. Wenn man darauf achtet, liefert die Uhr zuverlässig Daten. Während meiner Tests hat sie nur einmal nicht aufgezeichnet. Allerdings hatte ich da kurz vor dem Lauf noch ein Software Update durchgeführt und bin dann gleich losgelaufen. Beim Update hat sich wohl irgendetwas aufgehängt. Nachdem Neustart der Uhr, gab es anschließend keine Probleme mehr.

Die Daten kann man sich wie gewohnt auf der Garmin App anschauen (oder im Internet), wobei man wie bei einem Fitnestracker zu erwarten, neben den SChritten auch Informationen zum Schlaf, Stockwerke, aufgenommene Kalorien, Stockwerke, etc. erhält.

Next Prev
Slide 1 | 2016-02-14 11.08.09
Slide 2 | 2016-02-14 11.06.08 
Next Prev

Die Bedienung finde ich persönlich besser als bei der FR-620. Die Knöpfe sind besser beschriftet und die Bedienung ist sehr intuitiv. Damit kommt man auch ohne Touchdisplay besser ans „Ziel“. Wer sich bei Garmin auskennt, muß keine Anleitung lesen.

Test in der Runner’s World:

In der aktuellen Runner’s World wird die Uhr übrigens auch getestet. Die positiven Darstellungen bzgl. GPS Messung, Pulsmessung und Armband kann ich bestätigen. Die Probleme bei der Kopplung mit dem Smartphone kann ich nicht bestätigen, das hat mit meinem IPhone gut geklappt – auch wenn ich das Handy mal liegen lasse und aus dem Reichweite komme, verbindet es sich danach bisher immer wieder, ohne dass ich neu koppeln muß. Die Genauigkeit zweier FR-235 konnte ich nicht testen – allerdings den Vergleich mit der Fenix-3 und Runtastic und da habe ich nichts negatives festgestellt.

Inzwischen hat auch Stephan aus dem Blog sich die Uhr geholt – vielleicht schreibt er auch mal seine Eindrücke dazu.

 

Auch dieses Jahr bringt Garmin ein Update der beliebten Forerunner 620/220 Reihe auf den Markt. Und wie immer gibt es wieder zahlreiche kleinere und größere Verbesserungen. Nachdem ich schon einige Uhren verwendet habe, aber immer mit einem Brustgurt gelaufen bin, dachte ich mir, dass die 235 mal eine interessante Abwechslung sein könnte. Farbiges Display (im Vergleich zu Vorgängern um 44% größer) Permanente Herzfrequenzmessung Messung der Schrittfrequenz Akkulaufzeit 11 Stunden mit eingeschaltetem GPS und Pulsmessung - bis neun Tage im Uhrenmodus 41,3 Gramm Gewicht Standarddaten wie Zeit, Runden, Geschwindigkeit und Distanz auch ohne GPS (über Beschleunigungssensor) Die Datenfelder sind vorkonfigurierbar -…

Test der Garmin FR-235

Design
GPS Empfang
Funktionsumfang
Akkulaufzeit
Tragekomfort
Display
Bedienung

Sehr gute GPS-Uhr für Läufer.

User Rating: 5 ( 1 votes)

About Dietmar

Ich laufe seit 2012 und versuche das ganze mit dem nötigen Ernst, aber immer mit Spass zu betreiben.

Check Also

Runner #8: UPDATE – Garmin Forerunner 920XT – Der längst überfällige und wenig umfassende Test…

Endlich Urlaub! Da muss ich doch die Chance nutzen und noch ein paar Worte über mein …

3 Kommentare

  1. Ich stelle mittlerweile fest, dass die Pulsmessung beim Sport treiben genauer ist, wenn die Uhr nicht so fest am Handgelenk ist. Insbesondere beim Bodyweight Training bekomme ich genauere Ergebnisse …

  2. Muss ich mal testen… Danke für den Tip.

  3. Toller Test 🙂
    Bei den Pulsuhren von Garmin hält der Akku sehr lange Im Verhältnis von anderen Herstellern. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zur Werkzeugleiste springen