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Runner #8: Noch 33 Tage bis Kapstadt oder was haben ‚Metaler‘ und ‚Läufer‘ gemeinsam…?

Es wird Zeit die Katze aus dem Sack zu lassen: Avocado-Shake sieht aus wie frisch gek*** – schmeckt aber fantastisch… Ne quatsch, ich will was ganz anderes erzählen…

Nach dem ich letztes Jahr nicht nach Hawaii gereist bin, verlasse ich dieses Jahr – auch beflügelt durch den Dublin Marathon – meine eigene Komfortzone und Richtung Ultra-Marathon. Warum?  Warum nicht?

Ich bin eines morgens bei meinem Physiotherapeuten rausgelaufen und habe beschlossen es zu tun. Mit meiner Schwester hatte ich gleich den entsprechenden ‚Partner in Crime‘ (wenngleich auch nur für die HM-Strecke).

Ausserdem habe ich mit dem Dublin Marathon einen anerkannten Qualifikations-Marathon in der Tasche und ich brauchte ein privates Ziel auf das ich hinarbeiten kann.

Warum Kapstadt? Ich habe schon viel vom Two-Oceans-Race gehört und einer der Dublin Teilnehmer, die wir im Hotel getroffen haben, hat uns das Rennen wärmstens empfohlen. Außerdem: Ich war noch nie in Südafrika.

Gut, Entschluss gefasst und auch den passenden Reiseveranstalter gefunden und wie bereitet man sich nun auf einen Ultra-Marathon vor? Und auch noch über den Winter?

Ich habe mir gedacht: Wenn 42,2 km gehen – gehen auch 56 km – wenngleich ich viel mehr Zeit auf ‚Langen Kanten‘ verbringen muss. Aber hilft viel auch viel?

Ausserdem: Marathon-Training im Winter? Ich kann mir angenehmere Dinge vorstellen. Zum Glück spielte mir – der bis dato – milde Winter voll in die Karten und ich bin seit November wieder gut dabei. Da war die Steigerung auf 50 – 70 km in der Woche nicht schwer.

Aber so ganz ohne Plan laufen, völlig unstrukturiert? Auch hier setze ich auf bewährte Mittel: Garmin Trainingspläne. Das hat schon für Dublin funktioniert, also bitte…

Derzeit bin ich wie gesagt bei ca. 50 – 70 km die Woche angelangt. Wobei ich versuche, am Wochenende entweder 30 + 15 km oder 25 + 20 km zu laufen. Speziell die 30 km Dinger sind eine echte Gefühls-Lotterie. Zwischen: ‚Ich bin der größte und ich laufe wie Forest Gump quer durch die USA!‘ bis ‚Wo ist jetzt das Loch am Straßenrand wo ich mich ab km 15 einbuddeln kann und einfach sterbe?‘ – ist alles dabei. Letzte Woche war eher ‚das Loch‘ der Fall (trotz charmanter Begleitung 😉 ), heute eher ‚Forest Gump‘. Und ich sag’s euch: Nudeln (oder Kartoffeln) machen den Unterschied. Dazu reichlich flüssiges und genug Schlaf und das Pendel schlägt in Richtung ‚Forest Gump‘ – Glaubt mir, so einfach ist das…

Die ‚Langen Kanten‘ zeigen nun auch ihre Wirkung, wenngleich es bei 30 km schon zäh wird. Aber sie gehen von mal zu mal leichter. Wäre schlimm wenn nicht. Und trotzdem: Es fehlen von 30 bis 56 km noch ne ganze Ecke Meter. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich das in den verbleibenden Wochen noch hinbekomme. Einfach meinen Stiefel durchziehen – das wird schon werden.

Aber eines bleibt wenn man alleine unterwegs ist: Ein Lauf wird schon etwas öde wenn man 20+ km (trotz Streckenvariationen) zurücklegt. Deshalb habe ich fast immer Musik zur Unterhaltung dabei. Neulich also war ich so am Aufstieg zur ‚Waldheide‘ in Heilbronn (der politisch historisch Interessierte unter euch kann damit was anfangen) und dabei kam mir folgender Gedanke: Was haben ‚Metaler‘ und ‚Läufer‘ gemeinsam?

Das kann jetzt keine wissenschaftliche Abhandlung werden, ich will nur meinen Gedanken teilen und mich würde eure Meinung interessieren:

Klar beides ist zunächst mal Geschmack- und Einstellungssache. Heavy Metal kann man mögen oder auch nicht und das Laufen ist auch nicht jedermanns Ding. Begegnet man dem Ganzen mal gesellschaftlich so fällt auf, dass beides in einem breiten Spektrum der Gesellschaft verankert ist. Heavy Metal Fans findet man in jeder Gesellschaftsschicht UND – und das ist besonders spannend – überwiegend am oberen Ende der Bildungsskala (durch Studien belegt). Will sagen, es gibt tatsächlich unter den ‚Metaler‘ eine Menge Leute mit Hochschulabschluss. Ok und beim Laufen? Wenn ich mir das aus meiner kleinen Warte anschaue, kann ich zwar nicht belegen, dass es sich mit der Bildungsverteilung bei den Läufern so verhält wie bei den ‚Metalern‘ aber – und das fällt auf – es gibt eine ganze Menge Manager und Vorstände welche Marathon laufen oder sich dem Triathlon verschrieben haben – und das sind in der Regel auch Leute mit Hochschulabschluss (siehe auch Schwitzen für den Erfolg: In Laufschuhen Karriere machen). Bleibt die Frage, ob die beim Laufen auch Heavy Metal hören? Vielleicht ist die Schnittmenge so gering, dass der Gedanke es nicht wert ist, weitergedacht zu werden. Oder vielleicht doch?

Ich für meinen Teil, und auch Mitblogger Dietmar (Runner #5), versuchen unsere Läufe mit Heavy Metal etwas kurzweiliger zu gestalten.

Wie sieht es mit euch aus? Gehört ihr auch zu dieser Schnittmenge?

Ich freue mich über eure Kommentare.

 

PS: Avocado-Shake ist echt klasse…

About Markus (aka Runner #8)

Das Leben beginnt am Ende der Komfortzone... ...also so ab km 35 :-)

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