Home / Training - Runner #8 / Runner #8: Nachlese zum Dublin Marathon 2015
Finisher T-Shirt und Medallie

Runner #8: Nachlese zum Dublin Marathon 2015

„It’s a lot of work – for a free banana!“ – unter dem Motto könnte man den Dublin Marathon beschreiben und doch war es viel mehr als nur ein Marathon.

Nun 42,195 km sind eine Schinderei aber einen Marathon im Ausland zu laufen, viele nette Menschen, Kulturen und Städte kennen zu lernen… Lässt einfach alles vergessen und macht Lust auf mehr (oder Meer? 😉 ).

Der Dublin Marathon 2015 im Rückblick:

Orga:

Die Expo und war in den Hallen der Royal Dublin Society untergebracht. Da wir schon freitags angereist waren konnten wir entspannt samstags zur Expo schlendern um unsere ‚Startunterlagen‘ zu holen. Dort angekommen konnten wir die ‚Leader Cars‘ bestaunen ehe es zur Ausgabe der Startnummern ging. Wie war doch gleich meine Startnummer? Die stand nirgends. Der Ire an sich hat die Ausgabe lediglich nach drei ‚Waves‘ aufgeteilt. Man muss sich also nur in die Schlange (was für ne Schlange?) für die richtige Wave stellen und den ‚Acceptance Slip‘ vorzeigen. Und dann? …hat die freundliche Dame diesen abgescannt die nächste freie Startnummer aus dem Karton gezogen und mit meinem Acceptance Slip ‚verknüpft‘ und noch meinen Namensaufkleber ausgedruckt. That’s it!

#Aha – und der Chip? War hinten auf der Nummer angebracht! Check! Als nächstes noch den Starterbeutel geholt und… …Hoppla, war der mal schwer… …vor allem mit coolen Sachen bestückt: So darf ich jetzt eine Dublin Marathon Power Bank mein eigen nennen. Noch ein T-Shirt gekauft, aber halt hätte ich das überhaupt müssen?

Die ganze Chose hat gerade mal fünf Minuten gedauert!

Die Expo selber war eher übersichtlich um nicht zu sagen – für einen Marathon mit 15.200 Anmeldungen – eher klein. Was soll es ich habe eh alles was ich brauche…

Das Rennen startete und endete praktisch um den Merrion Square herum. Die Beutelabgabe war ebenfalls gut organisiert. Es wurden nur die original Marathon-Beutel akzeptiert. Diese wurden dann mal locker am Strassenrand deponiert. Äh, sollte es nicht Regen geben? Kein Zelt? Nix? OK! Andere Länder…

Start:

Gestartet wurde in drei Wellen. Diese wurden in den Seitenstraßen um den Merrion Square ‚aufgebaut‘. Gut: Hier waren noch reichlich Dixies und Urinale installiert…

Der Start des Rennens erfolgte pünktlich um 09:00 Uhr GMT mit den ‚Elite-Runnern‘ nach 10 Minuten gefolgt von Wellen 1 und 2. Die Welle 3 war pünktlich um 09:20 Uhr dran. Das ganze Prozedere war so etwas von unaufgeregt – absolut vorbildlich. Die Stimmung im Startblock selber war trotz des eher nasskalten Wetters sehr gut!

Mein Lauf / Stimmung entlang der Strecke: 

Für mich war das erst der zweite Marathon überhaupt. Ich habe mich dieses Jahr mit meiner Schwester auf den Lauf vorbereitet. Im Gegensatz zu Frankfurt 2014, wollte ich schon auf Zeit und nicht mehr auf nur auf ankommen laufen. Mein Trainingsstand war sehr gut, wenngleich mich diverse Muskelverhärtungen die ganze Saison über zu schaffen machten. Das Ziel war also mich deutlich zu verbessern. Die Strecke selber und die Witterung machten das Ganze aber zu einem anspruchsvollen Unterfangen. Der Verlauf der Strecke war sehr abwechslungsreich. Zuerst ging es hinaus aus der Innenstadt über den River Liffey hoch zum Dublin Zoo in den Phoenix Park (etwa 60 hm auf 5 km). Von dort aus um den Park herum auf der Südseite Dublins lang wieder in die Stadt zurück. Eigentlich eine sehr schöne Strecke, wären da nicht der Wind und die flachen langen Anstiege gewesen. Aber wer hat gesagt das es einfach wird? Was auffiel: Der Dubliner an sich ist ein echter ‚Marathon-Cheerer‘ mit viel Witz. Eigentlich hätte man die ganzen ‚Motivation Signs‘ fotografieren sollen. Ich sage da nur ‚Chuck Norris hasn’t done a Marathon yet!‘,  ‚You run better than the Irish Government‘, ‚Worst parade ever‘, ‚You think you’re feet hurt? My arms are killing me!‘ oder einfach nur ‚Motivational Sign‘ – herrlich 🙂

Alle paar Kilometer waren sog. Cheers-Zones eingerichtet wo DJs den Läufern und der ‚Crowd‘ einheizten. Ich sage nur ‚I’m gonna be (500 Miles)‘ von den Proclaimers – großartig…

Total klasse waren auch die Zuschauer, die selbstgemachte Jellys reichten! Komisch nur, dass es nirgends die üblichen Bananen gab. Gel ja, Bananen Fehlanzeige – seltsam.

Eines muss man hervorheben: Selbst nach über vier Stunden standen die noch zu tausenden bei widrigen Verhältnissen am Strassenrand und haben jeden, absolut jeden Läufer noch über die Distanz ‚getragen‘ – Einfach fantastisch!

Bis km 16 war mein Lauf noch völlig OK, bis sich meine Zipperlein bemerkbar machten und meine Schwester über Schmerzen in den Aussenbändern ihre Knie klagte. Ab km 18 liefe ich dann alleine weiter, da meine Schwester aussetzen musste. So bei km 21 gesellten sich bei mir noch Magenprobleme hinzu, die ein höheres Tempo ab Halbdistanz nicht mehr möglich machten. Irgendwie ging es dann aber doch immer weiter, stets getragen von den fantastischen Zuschauern. Am Ende war ich dann froh, als ich das Ziel gesehen habe…

Auch hier alles bestens organisiert: Medaille, Finisher T-Shirt (!), Gepäckausgabe… Aber halt: Wo ist meine ‚Free Banana‘ und das obligatorische alkoholfreie Weizenbier? Andere Länder andere Sitten… Dafür gab’s ein ‚Goody Bag‘ und ein Interview mit einem Journalisten. Auch OK!

Ich konnte vor lauter Magenschmerzen eh nix mehr essen – es war mir halt nur aufgefallen.

Preis-Leistung:

EU residents mit Early-Bird Bonus zahlten 70 Euro und bekamen neben der schönen Medaille noch ein Finisher T-Shirt und eben eine Power Bank zum Aufladen von mobilen Geräten.

Fazit:

Meine Schwester und ich haben, retrospektiv, alles richtig gemacht: Die richtige Stadt, der richtige Lauf, zum richtigen Zeitpunkt. Sightseeing und Marathon – einfach eine tolle Kombination…

 

Next Marathon-Stop?   …Hmmm that is still a secret…

 

Ach ja, einen habe ich noch… Auf dem Hinflug ist mir das Armband meiner Garmin Forerunner 920 XT gerissen. Mit freundlicher Unterstützung des Duty Free Shops am Frankfurter Flughafen konnten wir es aber zusammentackern. Heute habe ich die Uhr zur Reparatur an Garmin geschickt. Mal sehen wie lange es dauert. Das GPS der Garmin hat übrigens 42,33 km gemessen! Richtig gut!

 

Stay tuned… Yet more to come in 2015…

"It's a lot of work - for a free banana!" - unter dem Motto könnte man den Dublin Marathon beschreiben und doch war es viel mehr als nur ein Marathon. Nun 42,195 km sind eine Schinderei aber einen Marathon im Ausland zu laufen, viele nette Menschen, Kulturen und Städte kennen zu lernen... Lässt einfach alles vergessen und macht Lust auf mehr (oder Meer? 😉 ). Der Dublin Marathon 2015 im Rückblick: Orga: Die Expo und war in den Hallen der Royal Dublin Society untergebracht. Da wir schon freitags angereist waren konnten wir entspannt samstags zur Expo schlendern um unsere 'Startunterlagen' zu…

Summary

Orga - 9.5
Start - 9
Strecke - 8
Stimmung - 9
Preis-Leistung - 8.5

8.8

Sehr Empfehlenswert

Toller Marathon, tolle Stadt, tolle Menschen

User Rating: Be the first one !

About Markus (aka Runner #8)

Profilbild von Markus (aka Runner #8)
Das Leben beginnt am Ende der Komfortzone... ...also so ab km 35 :-)

Check Also

Runner #8: Auch wenn ich den anderen… (sehr kurze) Nachlese Weinheimer Herbstlauf 2016

…mit dem Gepiepse meines Metronoms auf den Geist ging: Es war ein toller Lauf. Wir …

Ein Kommentar

  1. Profilbild von Markus (aka Runner #8)

    Nachtrag 1: Die Reparatur des Armbands des 920XT hat zwei Wochen gedauert und wurde erwartungsgemäß auf Gewährleistung ausgeführt.
    Nachtrag 2: Die Zertifikate des Dublin Marathons sind sehr schön und vor allem – eher unüblich – im Querformat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Zur Werkzeugleiste springen