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SAP Marathon 2015.. Schlechter Lauf.. Schlechte Organisation

Gestern war es so weit…. Mein erster Wettkampf in 2015 der Der SAP Marathon (bzw. der HM) in Mannheim fand statt. Nachdem das Jahr mehr als schlecht begonnen hatte, fuhr ich mit wenig Erwartungen nach Mannheim – wenn ich gewusst hätte, wie sich das ganze entwickelte, wäre ich wahrscheinlich auf der Couch geblieben. Dazu aber später mehr….

Der SAP Dämmermarathon:

Am Mannheimer Marathon (bzw. HM) habe ich nun zum zweiten mal teilgenommen. Beim ersten hatte ich mich schon etwas über die Organisation beschwert. Dieses mal wurde es leider nicht besser. Wir (Markus und ich) fuhren gegen 16:30 mit der Straßenbahn zum Mannheimer Rosengarten. Holten unsere Startunterlagen, gaben unsere Taschen ab und machten uns auf den Weg zur Startaufstellung. Bis dahin war noch alles gut. Die Organisation im Rosengarten war gut, wenn auch die Marathonmesse auch recht klein war. Also die Startnummern am T-Shirt befestigt und in die Startaufstellung. Diese fand diesmal nicht am Start direkt, sondern ein paar 100m davor statt. Ich ging eigentlich davon aus, dass man dies gemacht hatte um danach in Blöcken zu starten. Das war ein Irrtum. 15 Minuten vor dem Start wurde die Startaufstellung geschlossen (keine Ahnung, was mit denen passierte, die später kamen). Dann um 18:55 ging das gesamte Starterfeld geschlossen vor, bis zur Startlinie (zwischendurch beschwerte sich der Moderator mehrfach lautstark, dass man bitte hinter dem Absperrband bleiben sollte?!?! Hätte man auch etwas freundlicher durchsagen können). Aber ok. Um 19:00 viel der Startschuß – für alle gleichzeitig. Was bedeutete, dass es an den ersten beiden Kurven natürlich zum obligatorischen Stau kam. Da hatte sich ja jemand wirklich Gedanken gemacht – NOOOT. Ok. Nach ca. 500 Metern ging es dann etwas besser. Ich startete mit einem einem Schnitt (je nachdem wie frei der Weg war) zwischen 05:10 und 05:30 – gestartet war ich übrigens im Block, mit ca. 2 Stunden Zielzeit. Wie immer gab es Läufer die dann mal mitten auf der Strecke stehenblieben um schnell noch ein Selfie zu machen (aaaaaaaaahhhhhh), bzw. die, die direkt vor einem einen schnellen Sidestep machen, dem man nicht mehr ausweichen kann und gerade noch so einem Sturz ausweichen kann (Maaaaannnn!!!). Gerade die Drängler habe ich übrigens alle so ab Km 16 wiedergesehen – die liefen dann neben der Strecke.

Ok – ich wollte ja über die Veranstaltung und nicht über Läufer berichten. Also… Die Strecke verlief durch Mannheim und war aufgrund des guten Wetters auch recht gut besucht. Die Stimmung war gut, von daher hätte das eine super Veranstaltung werden können. Hätte…. Obwohl der Startschuß erst um 19:00 viel, war es ziemlich warm, zudem schien die Sonne, so dass die Temperatur zwischen 20 und 24 Grad lag – gefühlt eher bei 30. Daher freute ich mich auf die Erste Verpflegungsstelle. Die kam auch nach ca. 7,5 Kilometern!!! Da kenne ich andere Veranstaltungen, die sich um die Läufer etwas mehr sorgen bei warmen Wetter machen und öfters mal Wasser reichen – aber ok. Die erste Wasserstelle erkannte man schon vom Weiten, da eine riesige Läufertraube dort stand und versucht an Wasser ranzukommen. Als ich dort ankam, wusste ich auch warum. 2 Damen (in Worten ZWEI) schöpften aus einem Bottich um auf zwei Biertischen Wasser bereit zu stellen…. Super Idee. Ist ja auch kaum zu erwarten, dass nach 7,5 km bei warmen Temperaturen jemand auf die Idee kommt Wasser zu trinken. Und für 11.000 Läufer reicht es auch, wenn ich da zwei Helfer platziere. Wobei man ja sagen muß, dass der Veranstalter dazu lernt. Beim letzten mal, kann ich mich noch gut daran erinnern, dass es an der der ersten Station gar kein Wasser mehr gab. Damals hatte man den Fehler gemacht zu viele, Helfer hinzustellen, so dass das Wasser nach der Hälfte der Teilnehmer am Ende war. Also dachte man sich wahrscheinlich, wir teilen einfach weniger aus, dann hält es länger -> 2 Punkte Abzug. Und dafür, dass man praktisch gar nichts dazu gelernt hat noch mal einen Punkt. Wenn ich daran denke, wie mancher Odenwaldlauf für 9 Euro Startgebühr hier organisiert ist (alle 3km ausreichend Getränke), dann ist das für eine Veranstaltung wie denn Mannheim Marathon ein Armutszeugnis.

Da ganze wurde übrigens über die Strecke nicht viel besser. Die nächsten Verpflegungsstellen waren meist überfordert und man hörte schon vom weiten „Nur ein Becher.. Uns gehen die Becher aus…“. Oh Mann. Das ganze wurde erst ab km 17 besser. Da kam dann gefühlt alle 2km ein Stand und dort waren dann auch mal 20-30 Helfer, die das Wasser verteilten. Was man übrigens vergeblich suchte war Cola. An allen Stellen gab es nur Wasser und ein Elektrolyt Getränk, dass geschmacklich am unteren Ende lag.

Aber genug gemosert. Dafür war der Lauf in die untergehende Sonne sehr schön. Die Strecke abwechslungsreich (wenn auch manche Passagen ziemlich eng waren) und die Stimmung an der Strecke gut. Den Einlauf am Wasserturm fand ich schon vor zwei Jahren super. Was weniger super war, dass man die Läufer direkt nach dem Einlauf dann durch eine 200 Meter Lange und 2 Meter schmale Gasse geschickt hat, in der es rechts und Links dann Wasser, Cola, RedBull, Alkoholfreies Bier, etc. gab. Das Gedränge war genau das, was man nach einem solchen Lauf braucht. Was man noch als positiv herausheben kann, sind die sehr schöne Finisher Medalie und das Finisher Shirt. Von der Optik ist da Mannheim ganz klar oben mit dabei.

Resumé: Man könnte aus der Veranstaltung so viel machen, wenn man sich ein Organisationsteam suchen würde, dass mit etwas gesundem Menschenverstand daran gehen würde. Aber anscheinend lernt man aus den vergangenen Jahren nichts, oder man zieht die falschen Rückschlüsse. Christian hat in seinem Block Brennr.de ja auch schon mal auf die Probleme hingewiesen. D.h. ich stehe hier nicht alleine.

Mein Lauf:

Tja. Und dann kommen wir zu meinem Lauf, der sich praktisch nahtlos an die Organisation des Laufs anknüpft. Am Start lief es noch ganz gut. Ich lief mit einer Pace zwischen 5:10 und 5:30. Merkte aber schon bei KM 4, dass dies heute kein Tag für eine Bestzeit werden würde. Also habe ich die Pace deutlich gedrosselt und lief nur noch mit einem 06:00 Schnitt. Das ging dann so ungefähr bis km 8 gut. Da war ich dann total am Ende. Weder die Beine noch der Kopf wollten weiter. Frei nach dem Motto „Umdrehen wäre jetzt auch blöd“, bis ich mich mit 06:30 weiter durch. Ich versuchte zwischendurch noch mal anzuziehen, scheiterte aber mit dem Versuch kläglich. Bei km 15 war ich sogar kurz davor mit die Verpflegung noch mal durch den Kopf gehen zu lassen. Ich drosselte auf 07:00 !!!!! Und quälte mich die letzten km mit 06:00 – 06.30 ins Ziel. Dort angekommen war ich fix und fertig. Während ich im Oktober nach den 42km in Frankfurt noch recht locker war, musste ich mich in Mannheim erst mal hinsetzen. Am Ende hatte ich eine Zeit von 02:13 – wenn man etwas positives finden möchte, kann ich sagen, dass ich damit 2 Minuten schneller als 2013 war. Ansonsten war das nichts.

Also abhaken… Und weiter geht’s…

Gestern war es so weit.... Mein erster Wettkampf in 2015 der Der SAP Marathon (bzw. der HM) in Mannheim fand statt. Nachdem das Jahr mehr als schlecht begonnen hatte, fuhr ich mit wenig Erwartungen nach Mannheim - wenn ich gewusst hätte, wie sich das ganze entwickelte, wäre ich wahrscheinlich auf der Couch geblieben. Dazu aber später mehr.... Der SAP Dämmermarathon: Am Mannheimer Marathon (bzw. HM) habe ich nun zum zweiten mal teilgenommen. Beim ersten hatte ich mich schon etwas über die Organisation beschwert. Dieses mal wurde es leider nicht besser. Wir (Markus und ich) fuhren gegen 16:30 mit der Straßenbahn…

Review

Organisation
Start
Strecke
Stimmung
Preis Leistung

Naja

Schwache Organisation

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About Dietmar

Ich laufe seit 2012 und versuche das ganze mit dem nötigen Ernst, aber immer mit Spass zu betreiben.

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4 Kommentare

  1. Oha, das war nun wirklich kein gutes Zeugnis für die Veranstalter. Ich war zwar auch schon dort, aber nicht auf der Strecke, sondern daneben (mit Kamera bewaffnet). Daher kann ich nichts aus eigener Erfahrung beisteuern. Bleibt zu hoffen, dass der Veranstalter hier mitliest und lernt. Denn die Location und das „drum herum“ haben mir in Mannheim gut gefallen.

  2. Stimmt. Die Veranstaltung an sich ist sehr schön – nur die Organisation müsste besser werden.

  3. Ich war auch letztes Jahr dabei und bereits damals war es organisatorisch sehr, sehr schwach. Und wenn sie dieses Mal nichts Gelernt haben, wer glaubt denn dann noch, dass sie zum nächsten Jahr etwas gelernt haben?

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