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Runner #8: Was ich schon immer mal über die FitStar App schreiben wollte…

Der ein oder andere Besucher dieser Seite hat es vielleicht verfolgt: Ich bin seit März 2014 großer Freund von Bodyweight Übungen und der “FitStar Personal Trainer App”. Ich weis schon gar nicht mehr wie das angefangen hat. Wahrscheinlich mit Mark Lauren und seinem Buch ‘Fit ohne Geräte’ und der Tatsache, dass meine Rumpf-, Arm- und Schultermuskulatur mehr als nur ausbaufähig ist. Des weiteren fand ich keine App so richtig überzeugend und/oder mangelte es an der Integration zu anderen Plattformen (z.B. MyFitnessPal oder runtastic). Irgendwie bin ich auf jeden Fall auf FitStar.com und ihre Galionsfigur Ex-NFL-Profi Tony Gonzalez aufmerksam geworden. Also App testweise mal auf das iPad geladen und ausprobiert. Der Start ist schon mal einladend wenngleich nur in englischer Sprache (wie die ganze App) verfügbar. Mann muss sich allerdings bei FitStar registrieren. Das hat u.a. folgende Hintergründe: Die Übungen passen sich dynamisch an. Des weiteren schickt einem FitStar – wie heute üblich – ‘Motivation Badges’. Darüber hinaus kann mann sich mit anderen FitStar Teilnehmern verbinden oder gar zu ‘Challenges’ einladen. FitStar funktioniert übrigens nur, wenn eine Verbindung zum Internet besteht! Das kann man jetzt für gut oder schlecht halten. Aber Hand aufs Herz: Wann ist man heutzutage schon mal offline?

FitStar - Main Screen
FitStar – Main Screen

Also: Einmal registriert absolviert man zunächst eine Art Fitnesstest und wählt anschließend eines der Programme, wenn man kein Premium-Account haben möchte stehen einem 2 oder 3 (?) wöchentlich kostenlose Workouts zur Verfügung stehen.

Premium Pakete
Premium Pakete

Zusätzlich bietet FitStar (immer mal wieder neue) sog. Freestyle Workouts an (meist gesponsort von irgendwelchen Partnerplattformen z.B. von Strava.com, runtatsic oder gar von toughmudder.com;  runtastic war es auch die mich zu FitStar brachten – jetzt fällt es mir wieder ein).

Freestyle Sessions
Freestyle Sessions

Vor jeder Session gibt es eine Vorschau mit den zu erwartenden Übungen und mit Ausnahme von ganz wenigen braucht man keinerlei Hilfsmittel (z.B. Klimmzüge ohne Stange wird schwierig und auch ‘Chair Dips’ ohne Stühle geht nicht so dolle).

Session Preview
Session Preview

Das Programm lädt die Videos zu der jeweiligen Session herunter und los geht’s. Tony Gonzalez macht eine kurze Ansage und erklärt die wesentlichen Punkte der Übung bzw. wiederholt die wichtigsten Punkte während der Übung und liefert ab und an noch einen coolen Spruch dazu.

Preview einer Übung
Preview einer Übung

Je nach Programm und Fitness-Level variiert z.B. die Dauer oder die Anzahl der Wiederholungen. Nach jeder Übung kann man angeben, wie lange man durchgehalten hat / wie viele Wiederholungen man geschafft hat, bzw. wie leicht oder schwer einem die Übung fiel.

Rating
Rating

Dies wiederum hat Einfluß auf die kommenden Workouts, sofern man sich für eines der Programme entschieden hat (Premium-Content). Auf die ‘Freestyle’  – Sessions hat dies keinen Einfluss.

Workout Rating
Workout Rating

 

Nach jedem Abgeschlossenen Workout bekommt man eine Zusammenfassung und hat die Chance ein ‘Session Rating’ zu machen. Gibt man nur 1-3 Sterne, so hat man zusätzlich die Option zu sagen, was daran nicht gefallen hat. Man bekommt dann in der Regel nach 12-24 Stunden ein Feedback vom FitStar-Support (englisch), wo man entweder weitere Infos geben kann oder der Support einen darauf hinweist, dass sie die Kritik annehmen und die Sessions anpassen!  Ich habe den Eindruck, dass dies teilweise zu veränderten Workouts und über das Jahr 2014 hinweg zu Verbesserungen in der App geführt hat. Man wird hier also ernst genommen!

Die Qualität der Videos ist sehr gut. Als Premium-Kunde stehen einem diese auch in HD-Auflösung zur Verfügung (was nicht zwingend notwendig ist). Die Soundqualität könnte beim ein oder anderen Kommentar von Tony Gonzalez besser sein, aber das nur am Rande. Besitzt man neben einem iPhone oder iPad ein Apple TV – lassen sich die Workouts auch auf den TV streamen, was dann besonders bei den HD-Videos sehr gut aussieht.

Ausschnitt eines Videos
Ausschnitt eines Videos

Übrigens: Die FitStar App ist nur für iOS und neuerdings via deren Web-Seite verfügbar. Man kann auch jederzeit ein Workout z.B. auf dem iPad anfangen und irgendwann auf dem iPhone fertig machen bzw. auch ganz abbrechen.

Inhaltlich setzt FitStar – wie gesagt – auf Bodyweight-Übungen der moderaten Art. Nicht zu vergleichen mit Mark Lauren oder Freeletics. Die sind deutlich härter (Freeletics auch deutlich teurer) und von den Übungen flexibler aber längst nicht so ansprechend gemacht wie FitStar (finde ich).

Mir zumindest reicht das was ich bekomme und ich bin nie frustriert, wenn es mal an einem Tag nicht so gut läuft. Wie gesagt, ich will nicht die Transformation zur muskelbepackten Fitnessmaschine (das wäre fürs Laufen auch kontraproduktiv) sondern nur ein wenig was für meinen Körper tun.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich das Niveau langsam steigert, es nie zu hart wird und ich von Woche zu Woche einen Fortschritt sehe. Allerdings waren die ersten Workouts sehr schweißtreibend.

Kurze Zusammenfassung:

  • Gut gemachte App für Leute die etwas tun möchten aber nicht die Zeit fürs Fitnessstudio haben.
  • Die Workouts sind abwechslungsreich und passen sich mit der Zeit an (Premium).
  • Mir gefällt die persönliche Ansprache die gute Erklärung der Übungen (wenngleich auch nur in englisch).
  • Tony Gonzalez ist echt ein cooler Typ 🙂
  • Die Übungen werden nicht von irgendwelchen ‘Fitness-Kampfmaschinen’ vorgeführt.
  • Sehr gute Integration in andere Fitness- und Social Media-Plattformen (Twitter, Facebook, MyFitnesspal, Jawbone und Fitbit)
  • Gute Aktionen zu bestimmten Zeitpunkten im Jahr (z.B. ‘Movember‘-Challenge oder die New Year’s Challenge) die einem zusätzliche Motivation verleihen sollen.
  • Premium-Content zu moderaten Preisen (4,49 € im Monat oder 35,99 € im Jahr -> zu Vergleich Freeletics kostet etwa 12 € im Monat und rund 80 € im Jahr)

Meine Erfahrungen:

  • Insgesamt konnte ich meine Muskulatur (vor allem im Rumpf-, Arm- und Schulterbereich) verbessern
  • Des weiteren bin ich etwas beweglicher geworden
  • Beim Laufen bekomme ich nach 17+ km keine tauben Finger mehr
  • Ich bilde mir ein, dass ich dadurch auch schneller wurde (lasst mir bitte den Glauben daran 🙂 )

Kurz: Ich kann die App empfehlen. Wenngleich sie auch nur mit einem Premium-Abo richtig Sinn macht (welches immer noch billiger ist, als ein Fitnessstudio).

 

Bin schon gespannt, was ihr dazu sagt….

 

About Markus (aka Runner #8)

Das Leben beginnt am Ende der Komfortzone… …also so ab km 35 :-)

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