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Runner #8: UPDATE – Garmin Forerunner 920XT – Der längst überfällige und wenig umfassende Test…

Endlich Urlaub! Da muss ich doch die Chance nutzen und noch ein paar Worte über mein neues Gadget  – die Garmin Forerunner 920XT – schreiben.

Hier nun die Kurzversion meines Tests: Die Uhr ist es für mich (im Moment)! – So jetzt geht und kauft sie! 🙂

Jetzt die etwas ausführlichere Version: Ich besitze die Uhr nun schon rund vier Wochen und soviel sei gesagt, ich ziehe sie praktisch nur zum Laden aus.

Ich erspare euch die Details der Uhr (z.B. wie genau der Freiwasserschwimmodus funktioniert) darüber haben sich schon andere Blogger ausgelassen. Lasst mich lieber über die Motivation zum Kauf der Uhr, was mir besonders gut an ihr gefällt schreiben und warum ich glaube, dass die 920XT im Moment auf der Spitze des Laufuhren-Olymps thront.

Motivation:

Ich weiß es noch genau, ich schlenderte mit meinen Mitbloggern über die Marathon-Mall in Frankfurt und wir kamen am Garmin-Stand vorbei. Natürlich hatte ich die Vorab-Tests von z.B. dcrainmaker gelesen und war im Bilde was da kommen würde. Aber als ich die Uhr gesehen habe stieg augenblicklich das ‚haben müssen‘ – Gefühl in mir auf: 1.) Ich dachte mir, ich muss mich für meine ‚Marathon-Vorbereitung-Strapazen‘ belohnen, 2.) Ich brauche eine Motivation einen Volks-Triathlon zu machen, 3.) Wir sind auf mothblog.de alles (Data-Driven-) Geeks und sind – was das Thema ‚Gadgets‘ angeht – immer bemüht ganz vorne zu sein (schon allein aus reiner Neugierde), 4.) Sie sieht – für eine GPS-Uhr – einfach gut aus (vor allem die rot-weiße) und 5.) Sie war im Preis (deutlich) reduziert… Ich musste sie einfach haben! 🙂

Erster Eindruck:

Nachdem die Uhr eine kleine Odyssee hinter sich hatte und eine Woche lang in den System-Wirren eines Paketdienstes herumirrte, fiel mir nach dem Auspacken folgendes auf: OK – sie ist nicht so schlank und schick wie die Polar V800 aber sie ist in rot-weiß sehr stylisch und ist wirklich sehr leicht. Ich bin nicht gerade klein und so wirkt die Uhr beim Tragen auch nicht übermäßig riesig. Durch ihre abgeschrägten Flächen trägt sie nicht so sehr auf wie die Forerunner 620. Ich fand sie von Anfang an und finde sie immer noch sehr angenehm zu tragen, Tag und Nacht(!).

Das Setup ist – Garmin like – sehr einfach: Kabel anschließen, Uhr auf die Ladeschale klemmen und mit Garmin Connect verbinden. Wenn man bereits ein Garmin-Connect-Konto hat (so wie ich) kann man direkt sein Profil, seine Herzfrequenz-Zonen und Trainings herunterladen und kann praktisch loslegen.

Nette Dinge, die mir gut gefallen:

Aber die 920XT kann noch ein paar nette Dinge mehr:

1.) ‚Notifications‘ – wenn man auf dem Smartphone (z.b. ein iPhone) die Connect Mobile App von Garmin installiert, werden sämtliche Nachrichten die beim iPhone in der Mitteilungszentrale landen auf der 920XT angezeigt. Man kann sich sogar die Mails von als VIP gekennzeichneten Personen bis zu einer gewissen Zeichenanzahl anzeigen lassen (ja, man die Mail tatsächlich auf der Uhr lesen). Selbstverständlich informiert die Uhr auch über eingehende Anrufe und SMS. Wie gesagt, alles was angezeigt werden soll wird über das iPhone gesteuert. Voraussetzung für die Funktion ist eine Bluetooth-Verbindung zum iPhone und die Connect App muss gestartet sein. Wenn ich ehrlich bin, ich finde die Funktion sehr cool und bin schon sehr gespannt was Anfang 2015 mit der ‚Connect IQ‘ Plattform noch alles an Interaktion möglich sein wird. Die Uhr ist keine Smartwatch, aber das will sie – in erster Linie – ja gar nicht sein.

2.) Integriertes ‚Activity Tracking‘: Die Uhr besitzt, wie könnte es anders sein, Beschleunigungssensoren welche Schritte aufzeichnen können und in Abhängigkeit von einem definierten Ziel dessen Erreichung anzeigt. Übertrifft man das Schritt-Ziel, so passt sich dieses automatisch an das neue ‚Aktivitäts-Niveau‘ an. Ob die Schritte exakt gemessen werden? Keine Ahnung! Spielt auch keine Rolle, solange man das Gefühl hat man bewegt sich genug. Ich finde eh, man sollte aus der Genauigkeit dieser Beschleunigungssensoren keine Raketenwissenschaft machen. Was aber lässig ist, die Schritte synchronisieren sich mit MyFitnessPal und beeinflussen das Kalorierenziel. Klar, verwendet man die Uhr zum Laufen, zahlen die Schritte auf das Schritt-Ziel ein.

Schritt-Modus
Schritt-Modus

3.) Schlafmodus: Ja, auch der Schlaf kann aufgezeichnet werden. Dabei werden Schlaflänge, Bewegung während des Schlafes und Befinden nach dem Aufwachen protokolliert werden. Einfach gemacht, mit ausreichender Funktionalität. Das wirklich Gute am Schlafmodus: Er unterbindet z.B. Inaktivitätsalarme oder Notifications wenn er aktiviert ist. Sehr praktisch, zum Beispiel im Kino. Klar, man könnte das Teil ja auch komplett ausschalten… Aber wer macht das schon…

4.) Frei nach Loriot: ‚Ein Metronom – Ein Metronom‘: Alle Lauftechnikfetischisten wird es freuen. Der Laufmodus beinhaltet nun ein programmierbares Metronom (Frequenz, ‚Beep‘ bei 1, 2, 4, oder 6 Schritten) welches beim Techniktraining unterstützt. Allerdings sollte man nicht all zu laut Musik hören, sonst hört man den ‚Beep‘ nicht mehr und den Vibrationsalarm finde ich nervig (den schaltet man besser ab)… 🙂 Ich finde das Metronom super, da ich gerne mal nach Schrittfrequenz trainiere wenn ich versuche an der Lauftechnik zu feilen (Betonung liegt auf ‚versuche‘).

5.) Möglichkeit eigene Aktivitätsprofile zu erstellen: Neben Indoor Laufen, Laufen, Indoor Radfahren, Radfahren, Schwimmbad, Freiwasser und Triathlon können noch zusätzliche Profile angelegt werden. Wer z.B. gerne wandert und die Navigationsfeatures und den Ultra-Trac-Modus der Uhr benutzen will – nur zu; Profile definieren, Icon zuordnen, Features der Uhr zuordnen und los geht’s. Ich habe mir eines für Bodyweight-Workouts angelegt damit ich sehe, wie sich meine Herzfrequenz entwickelt und damit ich nicht ständig einen manuellen Eintrag auf Garmin Connect machen muss.

Aktivitätsprofile
Aktivitätsprofile

Alles was man bereits erwartet hatte:

Soll ich jetzt wirklich all das noch mal aufzählen was die Uhr sonst noch kann? Vielleicht, schreibe ich über das was sie im Vergleich zur Forerunner 620 besser kann!

1.) Das Display: Es ist zwar kein Touch-Display aber, es ist vom Kontrast und der Darstellung der Farben deutlich besser als das von der 620.

2.) Zusammenfassung der Aktivitäten: Sehr gut gefällt mir, die Zeit je HF-Zone (wie bei der Polar V800) die am Ende einer Aktivität gezeigt wird, sofern ein Brustgurt (nur ANT+ fähige Sensoren werden erkannt) verbunden war.

3.) Darstellung der GPS-Empfangsstärke: Das konnte meine 620 auch nicht.

4.) Zuschalten von GLONASS zusätzlich zum GPS: Wer in Terrain mit schlechtem GPS-Empfang unterwegs ist, kann zusätzlich zum GPS versuchen über das GLONASS-System Standortgenauigkeit zu erreichen. Man kann GLONASS nur zuschalten nicht jedoch alleinig einsetzen. Bleibt anzumerken, dass der Energieverbrauch steigt (aber nicht immens) wenn man beide aktiviert hat. Wer hätte es gedacht…

5.) Multisportmodus: Die eigentliche Zielgruppe der Uhr sind (meiner Meinung nach) Triathleten! Die Uhr ist mit ihren Features auf Triathlon getrimmt. Nicht desto trotz: Wenn jemand wie ich ab und an ein paar Bahnen im Schwimmbad zieht, der freut sich über die einigermaßen exakte Aufzeichnung der Bahnen, Armzüge und Zeiten.

Was ich noch nicht testen konnte:

1.) Leider habe ich die Uhr auf dem Rad noch nicht testen können, aber hier erwarte ich keine Überraschungen…

2.) Den Ultra-Trac-Modus und die Navigationsfeatures z.B. beim Wandern…

3.) Die Trainingsplandownload-Funktion: Aber ganz ehrlich, sie wird wie gewohnt funktionieren…

Kurzes Fazit:

Ich finde die Uhr klasse und freue mich jeden Tag über den Kauf. OK – die Polar V800 ist schicker, aber die 920XT kann einfach noch mehr. Ich freue mich schon auf die Vorbereitung auf die kommenden Veranstaltungen und sollte ich das mit dem Schwimmen doch noch in den Griff bekommen, habe ich auf jeden Fall schon mal die richtige Uhr für einen (kleinen) Triathlon.

 

Falls Ihr Fragen habt, nur her damit… 🙂

 

Ansonsten gilt wie immer: Stay tuned…

 

***** UPDATE *****

Heute am Vatertag hatte ich Zeit das ‚Garmin Quick Release Mounting KIT‘ für die 920XT auszuprobieren.

Also: Packung auf und raus damit.

  1. Zuerst habe ich mit den beiden mitgelieferten Torx-Schraubenziehern die beiden Stifte am Armband aufgedreht und entfernt.
  2. Also nächstes wird die ‚Halteschale‘ an der Uhr befestigt (- und ihr ahnt es schon – die Uhr trägt mehr auf);  dies geschieht mit einem mitgelieferten Paar weiterer Stifte.
  3. Jetzt noch das Gegenstück der Halteschale mit dem ersten Paar Stifte wieder ans Armband montiert fertig!
  4. Ach ja: Die Radhalterung wird einfach mit mitgelieferten Gummibändern am Lenker oder Vorbau befestigt.

Die Uhr sitzt in beiden Halterungen sehr sicher und fest. Wie gesagt, der einzige – Prinzip-bedingte – Nachteil ist die leicht angestiegene ‚Bauhöhe‘ durch die beiden Halterungen am Armband und an der Uhr. Aber sonst: ‚Two Thumbs Up!“ und klare Kaufempfehlung…

IMG_5390 IMG_5391

 

Sehr gut ist auch, dass Garmin zwei Schalen fürs Rad mitliefert und reichlich Befestigungsbänder in verschiedenen Größe (für praktisch jede Lenker- / Vorbaustärke). Man braucht als die Schalen nicht umbauen, wenn man mehrere Fahrräder besitzt.

Ach ja und bevor ich es vergesse: Meine ANT+ Radsensoren wurden anstandslos von der Uhr erkannt und lieferten zuverlässig Pedalumdrehungen und Geschwindigkeit (Rad). Auch hier bringt die 920XT das was ich von ihr erwartet habe.

 

***** END OF UPDATE *****

 

 

About Markus (aka Runner #8)

Das Leben beginnt am Ende der Komfortzone... ...also so ab km 35 :-)

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13 Kommentare

  1. Und was kann sie mehr (ausser dass man Nachrichten vom Smartphone anzeigen lassen kann) als die V800?

  2. Ich wollte ja eigentlich keinen Vergleichstest schreiben, aber wenn ich schon so eine Behauptung in die Welt setze, sollte ich sie auch belegen. Also folgende Dinge kann die 920XT meiner Meinung nach mehr oder besser als die Polar V800 (nur was ich weiß und die ich auch für nützlich halte):
    1.) Notifications (mehr), 2.) Connect IQ Entwicklungsplattform -> App-Download (mehr), 3.) Trainings (Pläne) erstellen und auf die Uhr laden (besser), 4.) WiFi-Upload der Aktivitäten (mehr), 5.) Live-Tracking (mehr), 6.) Bestzeiten-Speicher (mehr), 7.) Running Dynamics (Bodenkontaktzeit, vertikaler Oszillation) (mehr), 8.) Metronom (mehr), 9.) Schrittfrequenz-Messung auch ohne Footpod (mehr), 10.) Die Lottozahlen eine Woche verspätet anzeigen 😉

  3. Ok – dann kommen hier meine Kommentare dazu.
    1) Ja das wäre nett
    2)
    3) Brauche nur die Funktion um die Pace einzuhalten (mit Vibration und akustischer Warnung), das geht.
    4) Besser ist die Funktion der V800 mit Upload über das Handy (auch ohne Wifi)- dazu brauche ich kein Wifi und ich sehe die Auswertungen direkt darauf.
    5) Wenn ich das will, nutze ich Runtastic, da ist die Menge der „Anzünder“ größer.
    6) Hab ich in der App
    7) Macht das die Uhr, oder der Brustgurt? Bei Polar macht das der Schuhpod und in Zukunft unser Kickstarter Gadget
    8) Das mach ich mit der Pace Warnung
    9) Das macht der Pod genauer
    10) Die sind bei der V800 richtig.

    Was ich bei der V800 noch nutze sind:
    – Ortostatic und Fitness Test
    – Trainingszonen mit Warnung (z.B. bei HfQ oder Tempo)
    – Trainingsbenefit Anzeige direkt nach dem Training
    – Recovery Anzeige (je nach Intensität des Trainings)
    – Intervall Timer, inkl. HfQ und Entfernung
    – Barometer zur Höhenmessung

    Einigen wir uns auf unentschieden 😉

  4. Für einen (kleinen) Triathlon. So fängt das immer an und schon steht man mit einem halben Bein an der Startlinie von XXX…

    Auf jeden fall ein interessant zu lesender Test. Ich finde ihn auch ein perfektes Gadget für alle Triathleten. Dann viel Erfolg für die neue Saison und die Vorbereitung. Bin gespannt auf deine Berichte.

  5. @Din: Vielen Dank! Ich bin schon sehr gespannt, wie die neue Saison läuft. Meine Schwimmversuche zeigen auf jeden Fall schon mal positive Wirkung anderer Art: Ich bin meine ‚Mausschulter‘ (Sehnenentzündung im Oberarm) los. 🙂

  6. @Dietmar: Unentschieden? o_O

    – Ortostatic und Fitness Test –> Kann die Garmin auch (quasi)
    – Trainingszonen mit Warnung (z.B. bei HfQ oder Tempo) –> Kann die Garmin auch
    – Trainingsbenefit Anzeige direkt nach dem Training –> Kann die Garmin auch
    – Recovery Anzeige (je nach Intensität des Trainings) –> Kann die Garmin auch
    – Intervall Timer, inkl. HfQ und Entfernung –> Kann die Garmin auch…
    – Barometer zur Höhenmessung –> Das hat die Garmin auch…

    Einigen wir uns auf: ‚Die Garmin ist leider besser als die V800‘ 🙂

  7. Warten wir den Langzeittest ab.

  8. Ich bin unsicher, ob ich eine solch große Uhr als 24/7 Activity und Schlaftracker an meinem Arm haben wollte 😉 Da gibt es durchaus handlichere Modelle, die dann natürlich im Leistungsbereich nicht so viel zu bieten haben, wie der Forerunner.

    • Das ist halt die Frage – alles in einem, oder den Spezialist. Für mich kommt da für jeden Tag eigentlich nur eine Uhr mit Zusatzfunktionen in Frage.
      Daher freue ich mich auf die Garmin Fenix 3. Die kann ich als Uhr tragen, zum Laufen und als Tracker.

    • Hallo Florian,

      die Grundfrage ist immer: Was will ich mit der Uhr anstellen? Ich persönlich – und da bin ich bei Dietmar – habe alles gerne in einem Gerät. Anfangs dachte ich, dass die Features Schlaftracking und Activity-Monitoring nur schmückendes Beiwerk sind, doch nun finde ich das Ganze echt prima, da ich die 920XT als meine ’normale‘ Uhr trage. Sie ist übrigens sehr, sehr angenehm zu tragen, da sie sehr leicht ist. Ich denke aber auch, dass die Fenix 3 die Messlatte aber noch höher schrauben wird -> Sehr schick und voll mit den selben Features wie die 920 XT.

  9. Guter Test! Ist mir leider zu groß. Aber gut und ausführlich getestet!

    Danke, Simon.

  10. Hi, interessante Seite mit nützlichen Infos und Schön gemacht. Macht weiter so.

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