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Trollinger (Halb-) Marathon Heilbronn… …oder heiter wurde es nur am Schluss :-)

Geschafft! Der zweite Wettkampf 2014 ist schon wieder Geschichte und frei nach Sepp Herberger gilt „Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf“.

Prolog:

Die Nacht vor dem Wettkampf verlief etwas unrund: Irgendwie hatte ich nach dem musikalischen Teil des ESC noch Hunger auf eine Tüte Salzbrezeln und so gegen 1:30 Uhr stand mein Sohn plötzlich in der Türe und meinte eine AMEISEN-Strasse würde ein Zimmer im Untergeschoß zieren. Aaargh! Also runter und den Tierchen mit Köderfallen zu Leibe gerückt. Sohn in ein anderes Bett verfrachtet und wieder versucht zu schlafen. Ging natürlich nicht auf Anhieb. So gegen 2:00 Uhr dann wieder Hunger gehabt und noch eine Banane nachgelegt. Um 07:00 rappelte dann der Wecker…. Erholsamer Schlaf sieht anders aus.

Um 7:30 Uhr stand dann meine Schwester und Pace-Girl ‚Paula Tirunesh Radcliffe Dibaba‘ plötzlich auf dem Hof. Äääh, hatten wir nicht 08:00 Uhr gesagt… Also noch in Ruhe angezogen und nochmals diskutiert, was wohl bei dem wechselhaften Wetter das beste Outfit ist…

Organisation:

So gegen 08:15 Uhr ginge dann Richtung Heilbronn (Start war um 10:20 Uhr; aber meine Bleibe liegt an der Marathon-Strecke). Der ‚Trolli‘ ist echt super organisiert: Reichlich kostenlose Parkplätze und natürlich kostenlose Anreise mit den ÖPNV für alle Teilnehmer. Topp! Also dem Läufertross hinterher zum Stadion. ‚Dibaba‘ musste ja noch ihr sieben Sachen holen… Da das beim ‚Trolli‘ aber alles mit sehr kurzen Wegen verbunden ist waren wir schnell fertig. Danach sind wir noch etwas über die Anlage geschlendert und noch beim Stand des Seenland-Marathons vorbei (hatte ich gestern bei der Nudel-Party getroffen) und die Idee ‚mit dem Klapprad um die Nordschleife‘ diskutiert – Ich fürchte, da muss ich jetzt liefern. 🙂 Die ‚Marathonis‘ waren bereits auf der Strecke, da hatten wir noch alle Zeit der Welt um noch einmal die Klamotten-Lage zu prüfen. Aber eigentlich war es so wie immer: ‚Dibaba‘ im Achsel-Shirt und ich im kleinen schwarzen (T-Shirt) vom Nürburgring. Also, Taschen abgegeben (keine Laufbeutel!) und so kurz nach 10 Uhr ging es dann in die Startaufstellung.

Start:

Diese war wie bei allen größeren Veranstaltungen in Startblöcke aufgeteilt: Wir waren im gelben Block (HM < 2 h). Leider war das auch der größte und mal ganz ehrlich: Der ein oder andere Stand falsch, oder hat sich nach vorne gemogelt was auf dem ersten Kilometer das ganze Rennen etwas eng machte.

Also bitte liebe Mitläufer: Beim nächsten Mal nicht schummeln, die richtige Zeit angeben und auch dort aufstellen wo ihr eingeteilt seid. Es ist nur fair den anderen gegenüber, die vielleicht etwas schneller sind.

Der Start war wie praktisch bei jedem Rennen: Die Polit-Prominenz, Herr Strobl und der neue Oberbürgermeister von Heilbronn, Herr Mergel (beide liefen mit) wurden entsprechend angekündigt und die Stimmung wurde mit Apré-Ski Hits auf Touren gebracht. Der Start der fast 7000 Teilnehmer (inkl. Walker) ging sehr gut. Es dauerte nicht lange bis unser Block dran war.  Sehr nett war das Outfit der Läufer einer großen Discounter-Kette die mit rund 1000 (!) Teilnehmern aus ganz Europa das größte Team bildete. Man konnte  sich immer an ‚Saskia‘ orientieren. 😉

Strecke/Rennen:

So nach Kilometer vier hatte sich alles entzerrt und ‚Dibaba‘ legte (für meine Verhältnisse) ordentlich vor. Bei Kilometer 7,5 erreichten wir dann den Ort Flein. Vor dort aus ging es über 2,5 Kilometer hoch zur ominösen ‚Kotzgrenze‘ (ein stehender Begriff der Trolli-Wiederholungstäter). Doch Moment was war das? Trotz der tollen Stimmung in Flein vernahm ich auffrischenden Wind und…  …Regen! Pünktlich zum Anstieg auf die ‚Kotzgrenze‘ wurde es richtig ungemütlich. Ein Regenschauer gepaart mit Windböen fegte den Läufern am Anstieg entgegen. ‚Dibaba‘ und ich hatten vereinbart ‚jeder in seinem Tempo den Berg hoch‘. Aber irgendwie lief es bei mir besser als bei ‚Dibaba‘. Oben angekommen ließ der Regen nach und auf dem Weg runter in nächste Dorf (Talheim) ging es – getragen von der tollen Stimmung entlang der Strecke (trotz des Wetters) – entsprechend leicht. Unten im Dorf schien schon wieder die Sonne und ich hielt es für notwendig bei km 11 ein kleines ‚Vesper‘ (Ananas, Traubenzucker, Magnesium) zu mir zu nehmen bevor es auf die zweite Hälfte entlang der Schonach nach Horkheim ging. Leider fehlte von ‚Dibaba‘ zu dem Zeitpunkt jeder Spur und ich brauchte bis km 13 um wieder den Rhythmus zu finden. Meine Pace war aber überraschend konstant und so habe ich mir (wie immer) einen neuen Pacemaker gesucht. Der war schnell gefunden und so ging es durch Horkheim wieder Richtung Neckar. So bei km 15 hatte ich einen kleinen Hänger und war froh als wir wieder übern Neckar auf der anderen Seite in Klingenberg waren (der Wind war echt fies an der Ecke). Mein neuer Pacemaker war erstaunlich zäh und so ging es auch jenseits von km 17 noch flott. Entlang der Strecke Richtung HN-Böckingen; eine – wie es schien – ewig langen Geraden) war die Stimmung echt super: Unzählige Bands und Musikzüge der Karnevalsvereine zierten den Weg. Also den letzten Anstieg hoch durch Böckingen durch und noch mal runter zum Neckar und dann konnte man es schon hören: Das Frankenstadion! Die letzten Kilometer hatte ich sogar noch etwas Luft und konnte – wie in Bonn – noch etwas anziehen. Rein ins Stadion, links auf die neue blaue Tartanbahn (sehr cool) und nochmals 100 m Sprint bis zum Ziel auch wenn die Oberschenkel jetzt schmerzten. Jaaaa, angekommen! Die Uhr blieb mit PB bei 1:53:51 h stehen. Die Sonne schien und alles war gut… 🙂

Sehr nett war dann noch, dass einem das ‚Käthchen von Heilbronn‘ die Finisher-Medallie umhing.

Preis-/Leistung:

Auch nach dem Lauf war alles bestens organisiert: Massage, Verpflegung (Bananen und Müsli-Riegel), Getränke alles da uns alles kostenlos! Großartige Veranstaltung für rund 30 €.

Fazit:

Eine super Veranstaltung auf einer nicht ganz einfachen Strecke mit einem – für mich – überraschenden Ausgang. Das unbeständige Wetter machte die Sache spannend. Ich komme auf jeden Fall nächstes Jahr wieder: Der ‚Trolli‘ gehört schon jetzt zu meinen Lieblings-Veranstaltungen.

Noch etwas: Ich lasse mich –  im Hinblick auf den Frankfurt Marathon – nicht von meiner HM-Zeit blenden. Ich habe gemerkt, dass ich nach der ‚Grünen Hölle‘ (Juli 2014) meine Kilometerleistung pro Woche deutlich steigern muss um einfach den Bewegungsapparat zu ‚konditionieren‘. Dennoch habe ich den Eindruck, dass das gezielte 2Peak-Training mit den intensiven Einheiten seinen positiven Beitrag leistete.

Ach übrigens: Meinen Waden ging es im Vergleich zu Bonn hervorragend. Ob es an den ‚Calf-Sleeves‘ lag, wer weiß… Sie scheinen das Ganze aber positiv beeinflusst zu haben.

Einen habe ich noch: Der Inov-8 Road-X Lite 155 ist ein super Strassenrenner – Allerdings fürchte ich, dass ich dieses Jahr noch ein weiteres Paar brauche (Verschleiß!).

In zwei Wochen geht’s nach Zolder, BE zum STRONGMAN RUN. Mal schauen was das gibt…

Stay tuned…

UPDATE:

Übrigens: Hier gibt es noch bewegte Bilder vom Lauf (teils von einer Drohne aufgenommen wurden): http://vimeo.com/94996397

Geschafft! Der zweite Wettkampf 2014 ist schon wieder Geschichte und frei nach Sepp Herberger gilt "Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf". Prolog: Die Nacht vor dem Wettkampf verlief etwas unrund: Irgendwie hatte ich nach dem musikalischen Teil des ESC noch Hunger auf eine Tüte Salzbrezeln und so gegen 1:30 Uhr stand mein Sohn plötzlich in der Türe und meinte eine AMEISEN-Strasse würde ein Zimmer im Untergeschoß zieren. Aaargh! Also runter und den Tierchen mit Köderfallen zu Leibe gerückt. Sohn in ein anderes Bett verfrachtet und wieder versucht zu schlafen. Ging natürlich nicht auf Anhieb. So gegen 2:00 Uhr dann…

Review Übersicht

Organisation
Start
Strecke
Stimmung
Preis/Leistung

Super Veranstaltung

Ein echter Tipp unter den Laufveranstaltungen: Tolle Menschen, tolle Organisation, tolle Stimmung, anspruchsvolle Strecke.

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About Markus (aka Runner #8)

Das Leben beginnt am Ende der Komfortzone... ...also so ab km 35 :-)

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