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182 Tage bis Frankfurt …

So, mittlerweile sind fast zwei Monate vergangen, seitdem das Training für Frankfurt begonnen hat – was sind die Erkenntnisse in dieser Zeit? Generell habe ich die wöchentliche Laufleistung auf 35+ km gesteigert und  Anfang April meinen ersten Halbmarathon-Wettkampf in Bonn gemeinsam mit Runner #5 und #8 absolviert. Daneben gibt es immer noch das MgM Training als Marathon-Vorbereitung. Unterm Strich läuft die Vorbereitung soweit ganz gut, allerdings sehe ich auch noch einige Punkte, an denen ich die nächsten Monate Arbeiten muss:

  1. Marathonlaufen ist nicht nur Lauftraining.
    So nach und nach – auch durch das Technik- und Athletiktraining – stelle ich fest, dass ich verstärkt am Muskelaufbau arbeiten muss. Nachdem ich schon in der Vergangenheit nicht der regelmäßige Fitness-Studio-Besucher war habe ich mich hier für die FitStar-App auf dem iPhone entschieden. Vorteil: Kann man überall – auch Abends im Hotel – machen, kein spezielles Equipment erforderlich, die Trainingseinheiten sind von den Übungseinheiten abwechslungsreich … allerdings gehen mir die immer gleichen Ansagen & Kommentare ziemlich schnell auf die Nerven – ein bisschen Abwechslung in den Kommentaren wäre wünschenswert.
  2. Regelmäßigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg.
    Obwohl die Vorbereitung für den Bonn Halbmarathon bei weitem nicht so intensiv bei mir war wie im Jahr zuvor, konnte ich meine persönliche Bestzeit leicht verbessern (die 2h Marke ist leider noch nicht gefallen). Ich führe dies auf regelmäßiges Training im Vorfeld zurück, auch wenn ich in diesen Trainingseinheiten nie unter einer 6:45 min/km Pace gelaufen bin. In Bonn habe ich den HM mit einer Pace von 5:51 min/km beendet, was ich auf Grund meines Trainingsstandes im Vergleich zum Vorjahr nie erwartet hätte. Nachdem im Technik- und Athletiktraining die Nächste Einheit sich mit dem Thema „Schnelligkeit“ beschäftigt, wird dies auch Einfluss auf mein weiteres Training nehmen. Ich werde weiterhin nun meine Laufleistung in den nächsten Wochen kontinuierlich auf 45+ km steigern und dann schauen wir mal, wann die 2h fallen 🙂
  3. Die Technik muss stimmen.
    Runner #5 und #8 berichten ja immer über diverse Gadgets, mit denen wir unsere Läufe aufzeichnen … dazu muss ich nichts mehr sagen, außer vielleicht, dass die Garmin Forerunner 620 so ziemlich alles in den Schatten stellt und für mich die beste Laufuhr überhaupt ist. Mir geht es eher um die Lauftechnik, da habe ich noch Potenzial. Das Techniktraining ist hier eine sehr hilfreiche Komponente und ich hoffe, dass die Auswertung der Videoaufzeichnung aus dem Techniktraining die Stellschrauben aufzeigt, mit denen auch das letzte Zwicken in der Hüfte und im Knie abgestellt werden kann, damit das Zwicken auf der Marathondistanz nicht zum Showstopper wird … die Ergebnisse der Videoaufzeichnung gibt es Ende Mai 2014.
  4. Auf sich selbst hören.
    In den letzten Wettkämpfen und Long Runs habe ich – unabhängig vom Lauftempo – gemerkt, dass irgendwo zwischen km 18 und 19 der berühmte Mann mit dem Hammer steht (die Sau ;)). Dies zieht sich bei mir durch so ziemlich jeden Halbmarathon, den ich in den letzten 1 1/2 Jahren gelaufen bin und hatte auch in Bonn 2014 zur Folge, dass Runner #5 mit auf den letzten 3 km fast 1 1/2 Minuten abgenommen hat. Wenn ich an die 42,195 km denke, muss diese Grenze deutlich nach oben verlagert werden – sehr deutlich. Überraschender Weise hat diese persönliche Grenze wohl weniger mit Kondition und Trainingsstand zu tun (ich bin Bonn 2014 mit deutlich höherer Pace gelaufen als 2013 und hatte trotz höherer Pace eine um 12 Schläge niedrigere Durchschnittsherzfrequenz), sondern mit … ich habe noch keine Idee. Ich werde dies mal in den nächsten Wochen beobachten, wenn ich die Distanz meiner Long Runs auf 25 km steigere und über den Fortschritt berichten.

Als aktuelles Fazit muss ich sagen, dass ich vor der Marathondistanz nach wie vor ordentlichen Respekt habe, denke aber mittlerweile das dies machbar ist. Meine Baustellen sind derzeit hautsächlich die Punkte 3 und 4, die in den nächsten Wochen und Monaten angegangen werden müssen – bei Punkt 1 und 2 muss man halt d’ran bleiben …

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Ein Kommentar

  1. Normalerweise kommt der Man mit dem Hammer erst so im Bereich 30km, Deshalb empfiehlt mein Sportarzt auch mind. einen Longrun mit 34km um sich auf das „Gefühl“ vozubereiten.

    http://www.achim-achilles.de/lauf-tipps/marathon/1556-keine-angst-vorm-hammermann.html

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